Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Unwetter in Österreich | Nahost-Konflikt

Lade Login-Box.

15.08.2012

Kirche wehrt sich

35 Priester nach Missbrauch noch im Amt

Priester

Young Priest praying (© Fotolia.com)

Eine geheime Liste der Sex-Täter im Talar wurde den Bezirksblättern Niederösterreich zugespielt. 35 Missbrauchspriester sollen in Österreich noch Dienst versehen. Die Vorwürfe reichen von sexueller Nötigung im Beichtstuhl über Kindesmissbrauch im Knabenseminar bis zu Übergriffen an Ministranten. Die Kirche findet eine Amtsenthebung trotz schwerster Vorwürfe "nicht zielführend".

35 "schwarze Schafe" sollen derzeit in Österreich ihr Amt ausüben. Dies behauptet zumindest ein Mitglied der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt gegenüber den Bezirksblättern Niederösterreich. Der Experte legte auch eine namentliche Liste der Verdächtigen vor. Darunter ein ehemaliger Rektor eines Knabenseminars, ein Pfarrer, der bereits wegen Kindesmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde und ein Ordensmann, der allerdings vorübergehend verschwunden ist.

Liste der Sünden ist lang
Es gibt Priester, die sich durch sexuelle Gewalt im Rahmen der Ministrantenbetreuung schuldig gemacht haben sollen. Ein Mitglied des Opus Dei soll behinderte Frauen im Beichtstuhl bedrängt, ein anderer Geistlicher einem Ratsuchenden Alkohol eingeflößt haben, um ihn anschließend sexuell zu nötigen. Auch ein Prälat soll unter den einschlägig tätig Gewordenen sein. Die Namen der Verdächtigen liegen der Redaktion vor. Es gilt die Unschuldsvermutung.

"Während etwa Institutionen wie die Rechtsanwaltskammer verurteilten Mitgliedern Berufsverbot auferlegen, dürfen verurteilte Priester einfach weiter in sensiblen Bereichen arbeiten. Warum versetzt man sie nicht in den Laienstand?", fragt der Insider. "Das wäre ein starkes Zeichen. Wenn eine andere Institution als die Kirche so handeln würde, wäre Feuer am Dach!"

Kirche: Geistliche im Amt können besser kontrolliert werden
Seitens des bischöflichen Ordinariats in St. Pölten sieht man die Sache differenziert. Einer der Beschuldigten, erklärt Rechtsreferent Stefan Stöger im Auftrag von Bischof Küng, würde in seinem Dienst konkrete, strenge Auflagen einzuhalten haben und ständig von Bezugspersonen vor Ort begleitet.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen stehe für die Diözese an erster Stelle, erklärt Pressereferent Markus Riccabona. "Gerade deswegen wäre eine generelle Laisierung von Priestern, gegen die staatliche als auch kirchenrechtliche Verfahren zu Missbrauchsfällen beendet wurden, nicht zielführend. Wenn die betreffende Person als Priester im Dienst der Diözese steht, kann sie durch entsprechende Maßnahmen - z.B. Beschränkung des Wirkungsbereiches, Begleitung von Vertrauenspersonen etc. - besser kontrolliert werden."

News für Heute?


Verwandte Artikel

Mann missbrauchte Tochter - 7 Jahre Haft

Urteil nicht rechtskräftig

Mann missbrauchte Tochter - 7 Jahre Haft

BBC-Missbrauchskandal: Schon 500 Opfer

Ex-Moderator verging sich

BBC-Missbrauchskandal: Schon 500 Opfer

Bereits 450 Opfer im BBC-Missbrauchsskandal

Auch Österreich betroffen

Bereits 450 Opfer im BBC-Missbrauchsskandal

Pädophiler Ex-Pater: Kontakte zu Franz Wurst

Missbrauch in Stift Kremsmünster

Pädophiler Ex-Pater: Kontakte zu Franz Wurst

2,5 Jahre Haft für Missbrauchs-DJ

Täter bezahlte Opfer

2,5 Jahre Haft für Missbrauchs-DJ


2 Kommentare von unseren Lesern

0

unbekannt (118)
16.08.2012 12:02

kirche
ich denke es gibt einen gott ,aber die kirche selbst gehört aufgelöst ...und die täter sofort zur verantwortung gezogen ..aber auch in staaatkichen kinderheime sind kinder missbraucht worden und was ist mit den tätern ???

0

Der_Sternenb... (391)
15.08.2012 16:43

Einfach eine Riesensauere...i!!
...dass diese kranken Subjekte immer noch Dienst versehen u. vielleicht ihrer kranken Neigung immer noch nachgehen (können). Warum da "Die Kirche" einfach "wegschaut" ist mir unverständlich, ausser der Zweck dieses "Vereins" besteht nur mehr darin, solche kranken Neigungen zu unterstützen...Macht sich denn da überhaupt jemand Gedanken über die Opfer?!



TopHeute


LeserHeute

Und so nehmen Sie teil:

Heute.at behält sich vor, Ihre Fotos online unentgeltlich zu verwenden.


Wenn Ihr Foto in der Zeitung oder Ihr Video auf Heute.at veröffentlicht wird, erhalten Sie:


VerkehrHeute

A1 West Autobahn: Linz Richtung St. Pölten

L8119 Loibes - Buch

Stadtgebiet Gmünd, Weitraer Straße Gmünder Straße - Bahnhofstraße

B119 Greiner Straße: Grein - Groß Gerungs

A1 West Autobahn: Linz Richtung St. Pölten

powered by ÖAMTC Verkehrsservice