Dramatische Suchaktion Niederösterreich

Vater und Sohn tot aus Erdlawine geborgen

Vater und Sohn tot aus Erdlawine geborgen

An der Unfallstelle grub man mit Bagger und Helfern nach den Verschütteten (© EVA BRANDEIS (APA))

An der Unfallstelle grub man mit Bagger und Helfern nach den Verschütteten
An der Unfallstelle grub man mit Bagger und Helfern nach den Verschütteten
Im Waldviertel sind am Dienstag Vater und Sohn verschüttet worden. Das NÖ Landesfeuerwehrkommando berichtete von einem verzweifelten Kampf um das Leben der Männer, der schließlich verloren wurde. Die Feuerwehr grub seit kurz nach 15 Uhr nach den Opfern - in den Abendstunden wurden die Männer tot geborgen.

Die dramatische Suchaktion nach zwei in einer Künette verschütteten Männern im Waldviertel war am Dienstag vergeblich: Gegen 18.50 Uhr wurde eine Leiche in sieben Meter Tiefe gefunden, berichtete Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Kurz vor 20 Uhr wurde auch das zweite Opfer tot gefunden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren von den Helfern 45 Kubikmeter Erde an der Unglücksstelle abgetragen worden.

Bei den Opfern dürfte es sich um Vater und Sohn handeln. Sie seien dem Vernehmen nach damit beschäftigt gewesen, ein Abflussrohr zu einem Fischteich zu verlegen. Sie Männer waren in einem Wald bei Wetzlas (Bezirk Zwettl) in fünf bis sechs Metern Tiefe mit der Verlegung von Rohren beschäftigt gewesen, als die Künette seitlich einstürzte und sie völlig begrub, schilderte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Kurz vor 15 Uhr schlug eine Augenzeugin Alarm.

Nach stundenlanger Arbeit konnten Vater und Sohn nur noch tot geborgen werden
Nach stundenlanger Arbeit konnten Vater und Sohn nur noch tot geborgen werden
Mit bloßen Händen nach Männern gegraben
Die Situation am Einsatzort sei "dramatisch", sagte NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Man habe zunächst mit bloßen Händen und Schaufeln versucht, die Verschütteten zu finden, während das Erdreich immer wieder nachrutschte, schilderte er die Gefährlichkeit des Einsatzes. Ein Bagger schützte die Feuerwehrleute in der Künette, mit einem zweiten wurde vorsichtig nach den Opfern gegraben.

50 Mitglieder von vier Feuerwehren standen mit Schaufeln und zwei Baggern im Rettungseinsatz. Ein Bagger sicherte den Unfallort ab, um ein weiteres Abrutschen von Erde zu verhindern. Es war ein verzweifelter Kampf gegen die Zeit, die Chance, die Männer überlebend zu bergen, sank minütlich. Die Männer könnten entweder erstickt sein oder erdrückt worden sein.

"Grundsätzlich nie aufegeben"
Auch wenn Feuerwehrleute "grundsätzlich nie aufgeben", so bestand doch wenig Hoffnung, die Männer, die in der fünf bis sechs Meter tiefen Künette gearbeitet hatten, lebend zu bergen. Der Notruf bei der Feuerwehr ging laut Resperger um 14.56 Uhr ein. Nach seinen Informationen habe eine aufgeregte Dame - offenbar eine Augenzeugin des Unglücks - telefonisch Alarm geschlagen.

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