Fußballwetten Niederösterreich

Spieler gewannen 196.000 € – und kriegen nichts

Spieler gewannen 196.000 € – und kriegen nichts

Anwalt Stanonik mit den Gewinnern (© Denise Auer)

Wettabzocke
Anwalt Stanonik mit den Gewinnern
Nach der Fußball-EM heuer im Juni waren vier Niederösterreicher fassungslos vor Glück: Mit Spezialwetten hatten sie bei "Ambassador" 196.227 Euro gewonnen (links). Jetzt ist die Spielergemeinschaft fassungslos vor Empörung. Denn der Anbieter zahlt den Gewinn nicht aus.

Spielschulden sind Ehrenschulden, heißt es. Und ausgestellte Wettscheine entsprechen einem Vertrag. Thomas B. (43), Markus W. (47), Erich Z. (52) und Peter H. (30) können dazu nur bitter lachen. Als Fußballexperten wetten sie gern gemeinsam. Und weil sie Erfolg hatten, wurden die Einsätze höher.

Doch im Vertrauen auf klare Regeln erlebten sie im größten Glück die übelste Enttäuschung: Bei der Kicker-EM heuer setzte das Quartett bei "Ambassador" gemeinsam 32.000 Euro auf Spezialwetten. Zwei Drittel der Einsätze gingen verloren. Dann aber schlugen die vier Freunde zu: In den Gruppen C (mit Spanien) und D (mit England) tippten sie die Plätze 1 bis 4 richtig. Fette Beute: 196.227 Euro. Bloß: "Ambassador" zahlt den Gewinn nicht aus! Begründung: Die Wettmöglichkeit sei "ein Fehler im System" gewesen.

Im Auftrag der Gewinner hält Anwalt Daniel Stanonik dagegen: "Die Wette konnte man einen Monat lang spielen. Und da wurde der Fehler nie bemerkt?" Und: "Was ist mit allen, die bei dieser Wette verloren haben?" Ein Klage steht im Raum. Reaktion von "Ambassador": Die Gewinner bekamen Hausverbot.

Wolfgang Höllrigl


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2 Kommentare
Piske Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 31.08.2012 10:44

Die Wahrheit ist wahrscheinlich das diese Fehler bei Wettanbietern nur suchen und schamlos ausnutzen wollen. Wer so viel Geld auf Wetten setzt der tickt meiner Meinung sowieso nicht richtig.

Fragas Routinier (33)

Antworten Link Melden 0 am 31.08.2012 07:21

Ich würde einfach bei Ambassador nicht mehr wetten, weil offensichtlich bewahrheitet sich auch hier das Sprichwort, "wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf das Eis tanzen" . ich hoffe jedenfalls das die Leute zumindest Ihren Einsatz wiederbekommen, wenn es ein Systemfehler war, jedoch besser noch , den Ihnen zustehenden Gewinn!

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