Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Räumung Pizzeria Anarchia | Nahost-Konflikt

Lade Login-Box.

17.09.2012

Versuchter Mord

Kein Urteil im Bauchschuss-Prozess

Vertagung im Prozess wegen versuchten Mordes an einem Bordell-Besitzer. (© APA (Symbolbild))

Wegen versuchter Mordes und zweifacher Körperverletzung hat sich ein 54-Jähriger am Montag am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten müssen. Der gelernte Tischler soll am 24. November 2011 den Besitzer eines Nachtlokals in Theresienfeld durch Schüsse in den Bauch schwer verletzt haben. Ein Urteil gab es nicht: Die Verhandlung wurde zur Einholung weiterer Gutachten auf den 8. November vertagt.

Der Angeklagte, der laut psychiatrischem Gutachten durch jahrelangen Alkohol- und Medikamentenmissbrauch an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung leidet, wartete mit einer abenteuerlichen Version auf: Nach einem Streit mit seiner Frau habe er Selbstmord begehen wollen, wozu ihm aber letztlich der Mut gefehlt hätte. Deshalb habe er am Tag der Tat - nach dem Konsum von drei Litern Glühwein und etlichen schweren Schmerzmitteln - seinen großkalibrigen Revolver eingesteckt.

"Mir kam die Idee, mich erschießen zu lassen"
Auf einer Parkbank habe er russisches Roulette gespielt. "Zweimal habe ich abgedrückt, aber es hat nur 'Klack' gemacht", erzählte er den Geschworenen. Noch ein weiteres Mal abzudrücken, dazu habe er nicht mehr die Kraft gehabt. "Da ist mir die Idee gekommen, mich erschießen zu lassen". Deshalb sei er in ein Bordell gefahren, um den Barbesitzer so zu provozieren, dass dieser ihn erschieße.

Prostituierte geschlagen
Der Etablissement-Chef hatte allerdings gar keine Waffe. Er wollte den 54-Jährigen lediglich zur Rede stellen, weil dieser nach einer "Liebesstunde" eine Prostituierte geschlagen hatte. Da drückte der Angeklagte insgesamt dreimal ab. Ein Schuss traf den 37-Jährigen in den Bauch und durchbohrte den Dünndarm. "Er ist mir in die Schusslinie gewackelt", meinte der Beschuldigte dazu.

An Näheres wollte er sich nicht mehr erinnern. "Es war eine Kurzschlusshandlung. Es gab eine Rangelei, die zwei Männer haben gekämpft, da haben sich die Schüsse gelöst", erklärte Verteidiger Roland Friis. Dass er an jenem Tag auch seine (mittlerweile geschiedene) Ehefrau geschlagen und ebenso wie die Prostituierte verletzt hatte, gab der Angeklagte zu.

Zwei zusätzliche Gutachten angefordert
Obwohl der Angeklagte bei der Tat 2,1 Promille Alkohol im Blut hatte, hielt ihn der Gerichtspsychiater für zurechnungsfähig. Trotz des enormen Alkoholisierungsgrades sei bei dem Angeklagten die "Einsichtsfähigkeit aufgrund der Gewöhnung durch jahrelangen Alkohol-und Opioiden-Missbrauch  nicht aufgehoben gewesen", argumentierte der Psychiater. Friis wollte das nicht so hinnehmen, er forderte zwei zusätzliche Gutachten.

News für Heute?


Verwandte Artikel

Mordkomplott entpuppte sich als Körperverletzung

Ukrainischer Ex-Polizist enthaftet

Mordkomplott entpuppte sich als Körperverletzung

Lange Haftstrafen für drei Serien-Bankräuber

Täter zeigten sich reumütig

Lange Haftstrafen für drei Serien-Bankräuber

Fall Wastl: Mord durch Unterlassung

Prozess-Start am 3. Juni

Fall Wastl: Mord durch Unterlassung

Ehepaar auf Kreuzfahrt um Erspartes gebracht

Konto trotz Sperre geplündert

Ehepaar auf Kreuzfahrt um Erspartes gebracht

Prozess um versuchten Mord wird wiederholt

Richterin setzte Urteil aus

Prozess um versuchten Mord wird wiederholt




TopHeute


LeserHeute

Und so nehmen Sie teil:

Heute.at behält sich vor, Ihre Fotos online unentgeltlich zu verwenden.


Wenn Ihr Foto in der Zeitung oder Ihr Video auf Heute.at veröffentlicht wird, erhalten Sie:


VerkehrHeute

L164 Bruck an der Leitha - Regelsbrunn

A2 Süd Autobahn: Graz Richtung Wien

A21 Wiener Außenring Autobahn: Steinhäusl Richtung Vösendorf

A21 Wiener Außenring Autobahn: Steinhäusl - Vösendorf

Stadtgebiet Gmünd, Weitraer Straße Gmünder Straße - Bahnhofstraße

powered by ÖAMTC Verkehrsservice