Ermittlungen in Korneuburg Niederösterreich

Wasser vergiftet: Pharmariese verdächtigt

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Die Korneuburger sind über Gift im Grundwasser erzürnt

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Die Korneuburger sind über Gift im Grundwasser erzürnt

Im Zusammenhang mit dem durch Pestizide verunreinigten Korneuburger Grundwasser ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt gegen den Pharmakonzern Kwizda.

In Korneuburg sorgt ein im Grundwasser nachgewiesener giftiger Stoff für große Aufregung. Auch wenn das Trinkwasser von der Verunreinigung mit Clopyralid nicht betroffen ist, gehen die Wogen in der Bevölkerung hoch. Am Mittwoch demonstrierten besorgte Anrainer und forderten Informationen zu dem Vorfall. Nun hat die Staatsanwaltschaft einen konkreten Verdacht, es laufen Ermittlungen gegen den Pharmakonzern Kwizda.

Die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg hatte erst kürzlich umfassende Prüfungen bei möglichen Emittenten und 160 Untersuchungen im Grundwasser angeordnet. Die ersten Erkenntnisse führten schließlich zum Pharmakonzern Kwizda. Nun wird gegen die Verantwortlichen des Unternehmens ermittelt. Kwizda will sich erst am Montag zu dem Verdacht äußern.

Verursacher muss zahlen
Durch weitere Untersuchungen soll nun der Verunreinigungsbereich abgrenzt und die Sanierung rasch in die Wege geleitet werden. Stehe der Verursacher rechtlich eindeutig fest, werde er laut Umweltlandesrat Stephan Pernkopf die Sanierungskosten in vollem Umfang tragen müssen.

Clopyralid wird häufig als Unkrautvernichtungsmittel verwendet, ist leicht giftig und reizt Augen und Haut. Laut einer Untersuchung von "Global 2000" soll sich auch das Insektizid Thiamethoxam im Wasser befinden.


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