Polin wollte kein Verhältnis Niederösterreich

Frauenleiche in Au: Lebensgefährte gesteht

Leiche in der Au

Am Rande dieses Teiches entdeckte der Fischer die Leiche (© HERBERT PFARRHOFER (APA))

Leichenfund im Augebiet an der Donau bei Tulln..Leichenfund im Augebiet an der Donau bei Tulln.LEICHENFUND AN DER DONAU BEI MUCKENDORF:.
Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Identifizierung der Frauenleiche.
Das Rätsel um die Frauenleiche, die am Montag bei Muckendorf (Bezirk Tulln) in der Donau-Au gefunden worden ist, ist gelöst.

Ein Fischer hatte die Leiche am Montagvormittag in der sogenannten "Straßenlacke" im Gemeindegebiet von Muckendorf-Wipfing entdeckt. Die Tote wurde als 37-jährige Polin identifiziert und als Tatverdächtiger ein 36-jähriger Landsmann festgenommen, teilte das Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA) mit. Beide waren in einer Unterkunft in Langenlebarn (Bezirk Tulln) eingemietet.

Die Vermieterin hatte mitgeteilt, dass sie die Frau seit Tagen nicht gesehen habe, sagte Chefinspektor Leopold Etz. Die Beamten gingen der Sache nach und trafen den Erntehelfer an seinem Arbeitsplatz im Bezirk Korneuburg an. Er gab zunächst an, dass seine Freundin in die Heimat gereist sei, habe in der Foge aber eingestanden, sie am Sonntag in den frühen Morgenstunden mit einem Hammer erschlagen zu haben, so Etz. Seine Angaben stehen laut LKA "mit den Ermittlungsergebnissen, dem vorläufigen Obduktionsbefund sowie der Spurensituation am Auffindungsort der Leiche in keinem Widerspruch."

Streit wegen Beziehung
Er war nach der Tat Sonntag früh arbeiten gegangen, am Abend dann wickelte und schnürte er die Tote in ein Leintuch und warf sie anschließend in den stillgelegten Seitenarm, teilte das Landeskriminalamt NÖ mit.

Nach Angaben von Chefinspektor Leopold Etz war der 36-Jährige seit sechseinhalb Jahren in dem Erntebetrieb beschäftigt. Die Frau, die keiner Arbeit nachging, habe zwei, drei Monate bei ihm in der Unterkunft in Langenlebarn-Oberaigen gewohnt - allerdings eine Beziehung abgelehnt. Als sie ihn am Samstagabend erneut abwies, sei es darüber zu einer Diskussion gekommen, die sich dann Stunden später kurz fortgesetzt habe.

Laut Etz hatte der Verdächtige auch die Sachen seiner Freundin aus dem angemieteten Zimmer geräumt. Ihre Kleidung deponierte er in einem Container an seinem Arbeitsplatz, sie wurde ebenso sichergestellt wie die Tatwaffe. Der 36-Jährige wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

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