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24.10.2012

Erwin Pröll greift ein

Völlig zugeparkte Pendler werden Chefsache

Leserreporter Corinna Czompo

(© Leserreporter Corinna Czompo)

Die zugespitzte Parkplatzsituation nach der Wiener Parkpickerlerweiterung eskaliert weiter. Vor allem die Pendler haben es schwer. Sie müssen sich mit unfreundlichen Anrainern, zerkratzten, kaputten oder zugeparkten Autos auseinandersetzen, wenn sie nach der Arbeit zu ihrem Fahrzeug zurückkehren. Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll schaltete sich jetzt ein und ist deshalb sogar beim Landeshauptleute-Treff auf der Zugspitze nicht mit dabei.

Täglich erreichen die "Heute"-Redaktion Bilder von aufgestochenen Reifen oder wie im aktuellen Fall völlig zugeparkten Autos. Gesehen etwa in der Park&Ride-Anlage in Heiligenstadt, wo eine dritte Reihe an Autos steht weil es zu wenige Stellplätze gibt, die mittlere Reihe dann aber gar nicht mehr ausparken kann.

Leserreporter Jasmin Peller

Am Kundenparkplatz von Hofer wird gnadenlos abgeschleppt. (© Leserreporter Jasmin Peller)

In Wien-Penzing sind verzweifelte Parkplatzsucher unter anderem auf eine Hofer-Filiale ausgewichen, mussten aber mit Folgen rechnen. Wie das Bild rechts zeigt, wurden gleich mehrere Autos abgeschleppt, da es sich natürlich um einen Kundenparkplatz handelt.

Das Land Niederösterreich hat sich jetzt zu Wort gemeldet, will helfen, warnt Wien aber auch gleichzeitig vor der Abwanderung von Wirtschafsbetrieben, weil es immer weniger Stellplätze gibt.

Niederösterreich schafft neuen Parkraum
Niederösterreich wird in den kommenden drei Jahren 3.730 zusätzliche Park- and-Ride-Stellplätze für Pendler schaffen. Dafür werden rund 25 Millionen Euro investiert. Mit diesem Maßnahmenpaket reagiere man auf die neue Situation auf Grund der geänderten Parkraumbewirtschaftung in Wien, sagte Landeshauptmann Pröll in einer Stellungnahme.

Es seien derzeit rund 250.000 Pendler und Schüler zwischen Wien und Niederösterreich unterwegs. "Für uns ist spürbar: Durch diese Art der Parkraumbewirtschaftung leidet der Standort Wien und ergibt sich eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich."

Versuchte Entschärfung des Parkplatzproblems
Das präsentierte Maßnahmenpaket teilt sich in ein kurzfristiges, im Zuge dessen noch heuer 1.730 zusätzliche Stellplätze entstehen sollen, sowie in ein Ausbaupaket bis zum Jahr 2015, wodurch weitere 2.000 Stellplätze geschaffen werden. Freuen dürfen sich Purkersdorf, Unterpurkersdorf, Tullnerbach-Pressbaum, Rekawinkel, Deutsch-Wagram, Gänserndorf, Gerasdorf, St. Andrä-Wördern, Korneuburg, Mödling, Ebreichsdorf, Gumpoldskirchen und Baden, dazu kommen 600 Stellplätze beim Bahnhof Tullnerfeld und 300 in Straßhof.

Dazu kommt das Ausbauprogramm bis 2015, das unter anderem den Ausbau der Park- and-Ride-Anlagen in St. Pölten, Mödling, Bad Vöslau, Baden, Felixdorf, Korneuburg, Deutsch-Wagram und Untersiebenbrunn um insgesamt 1.350 Plätze beinhaltet.

"Damit ist die Anzahl der Stellplätze in Niederösterreich größer als in allen anderen acht Bundesländern zusammen", betonte Landeshauptmann Pröll.

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4 Kommentare von unseren Lesern

0

vongestern (11)
27.10.2012 10:55

Liebe NÖ,
wenn man in Jugoslawien oder der Türkei parken will, muss man mit Konsequenzen rechnen.
Andere Länder, andere Sitten traurig

0

zerosworld (51)
25.10.2012 08:05

die Parkplätze sind erst der Anfang
dank den dummen Politikern in Wien kann jetzt Hr. Pröll kapital daraus schlagen. Das es in Baden zu wenige Parkplätue gibt kann ich nur bestätigen. Leider mussten erst die Politiker in Wien "scheiße bauen" bevor etas unternummen wurde.

0

ottakringerb... (2)
25.10.2012 11:40

Antwort auf die Parkplätze sind erst der Anfang
pröll fordert seit jahren mehr parkplätze für pendler und die u-bahn bis an die stadtgrenze ist aber nicht zur mitfinanzierug bereit. wien hat keine scheisse gebaut sondern das land niederösterreich mit dem entzug von gratisparkplätzen dazu gebracht sich über parkraum für seine bewohner gedanken zu machen.

2

railroad (59)
24.10.2012 17:51

DANKE
danke rot/grün für den hass den ihr gesäht habt, wir werden am wahltag daran denken



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