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23.12.2012

Löschtrupps im Großeinsatz

Feuerteufel zündet drei Kirchen in Amstetten an

In der niederösterreichischen Bezirksstadt Amstetten sind am Sonntagvormittag Brandanschläge auf drei Kirchen verübt worden. Die Flammen wurden in allen Fällen rasch gelöscht. Verletzt wurde niemand. Kriminalisten haben die Ermittlungen aufgenommen.

So soll der Brandstifter aussehen

So soll der Brandstifter aussehen (© Polizei)

Für Hinweise, die zur Ausforschung des Täters oder der Täter führen, sind 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Von einem möglichen Verdächtigen gibt es eine Personsbeschreibung. Die erste Alarmierung wegen eines Brandes war gegen 9.40 Uhr erfolgt, teilten Philipp Gutlederer vom Bezirks- und Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando mit. In der Klosterkirche, dem Primäreinsatzort, schlugen bereits Flammen aus zwei Fenstern, als die Löschtrupps eintrafen.

Offensichtlich war ein Beichtstuhl angezündet worden, der ebenso abbrannte wie fünf Bankreihen. Die Rauchentwicklung sei massiv gewesen, so Resperger. Die Flammen selbst seien nach etwa zehn Minuten gelöscht gewesen. Vier Fenster barsten. Um das Gotteshaus wieder rauchfrei zu machen, wurden Druckbelüfter eingesetzt.

Während Einsatz weitere Notrufe  
Während der Einsatz lief, gingen weitere Notrufmeldungen ein. In der nahen Stadtpfarrkirche dürfte laut Resperger die Erntedankkrone angezündet worden sein. Auch dort gab es starke Rauchentwicklung. Es wurden in der Folge ebenfalls Druckbelüfter eingesetzt. In der Herz Jesu-Kirche habe es im Eingangsbereich geglost. Letztlich standen fünf Feuerwehren mit 93 Mann im Einsatz, sagte Bezirkskommando-Sprecher Gutlederer.

Die Ermittlungen gingen "ganz klar" in Richtung Brandstiftung, sagte Erich Rosenbaum vom Landeskriminalamt, das mit Beamten des Bundeskriminalamtes und örtlichen Kräften ermittelt. An den Brandorten kamen auch Hunde zum Einsatz. Sämtliche Kirchen in Amstetten würden in den kommenden Tagen verstärkt überwacht, so Rosenbaum. Die Ermittlungen dauerten am Sonntagnachmittag an.

Die Beschreibung des Verdächtigen
Zeugen gaben an, einen möglichen Verdächtigen im Nahbereich einer der Kirchen gesehen zu haben. Der Mann soll 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und von sportlicher Statur sein. Er habe einen betrunkenen Eindruck gemacht. Die weitere Personsbeschreibung: Dunklere, kurze Haare, bekleidet u.a. mit einer schwarzen Daunenjacke, Skaterjean und weißen Turnschuhen.

Die Diözese St. Pölten reagierte betroffen auf die Brandanschläge. Sprecher Eduard Habsburg-Lothringen betonte laut "Kathpress", dass es "keine Hinweise für eine politisch motivierte Tat" gäbe. Die Kirche erhoffe sich "rasche Aufklärung".

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