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Stiefbruder vor Gericht

Banker-Mord: Ex des Angeklagten führte Opfer Frauen zu

Ihm wird vorgeworfen, seinen Stiefbruder ermordet zu haben.

Prozess: Mord an Stiefbruder

Im dunklen Anzug trat der Angeklagte vor den Geschworenen auf.

Am Montag startete der Prozess gegen Andreas Sch. (45), der seinen Stiefbruder im September des Vorjahres mit einer Schusswaffe getötet hat. Der Banker hatte immer von einem Unfall gesprochen, die Staatsanwaltschaft von Mord aus Eifersucht - Sex-SMS von der Ex des Angeklagten bestärkten diese Vermutung. Schwerster Schlag für die Anklage: Ein Beleg für das behauptete Mordmotiv ("rasende Eifersucht") wurde offenbar falsch interpretiert.

Bis zum Prozess hielt die Staatsanwältin an der Theorie fest: Der Angeklagte Andreas Sch. soll am Handy seiner Ex-Gemahlin (sie ist Staatsanwältin in Wien) obszöne SMS seines Stiefbruders Eric entdeckt - und ihn deshalb erschossen haben. Der Banker hatte immer beteuert, er habe damals  - schwer betrunken - dem Stiefbruder seine Pistole zeigen wollen und versehentlich abgedrückt, also ein Unfall.


Beim Prozess aber stellte sich heraus: Die Juristin hat ihren früheren Schwager Eric, der als Frauenheld bekannt war, Flirts vermittelt (meist einsame Staatsanwältinnen). Und auf Treffen mit solchen Frauen haben sich die vulgären SMS bezogen - nicht aber auf eine unterstellte Affäre mit der Ex-Schwägerin selbst.

Stellt sich heraus, dass Andreas Sch. tatsächlich seinen Stiefbruder aus Versehen erschossen hat - also die Tat grob fahrlässig war, drohen ihm "nur drei Jahre, und nicht lebenslange Haft.
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Themen: Prozess

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