Einsatz in Grönland

Tierschützerin hat ein Herz für Schlittenhunde

Marion Löcker lässt für die Schlittenhunde kältefeste Hütten bauen.

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Marion Löcker lässt für die Schlittenhunde kältefeste Hütten bauen.

Tierschutz ist für Marion Löcker (52) vom Verein Robin Hood in St. Leonhard am Forst (Melk) nicht nur Beruf, sondern auch Lebensinhalt. Neben Einsätzen in Rumänien, Irak, Ungarn und Österreich, setzt sie sich jetzt auch besonders für die unversorgten Schlittenhunde in Ost-Grönland ein.

"Grönland habe ich entdeckt, weil dort sehr viel Leid herrscht. Den Hunden fehlt es dort an allem," erklärt die engagierte Tierschützerin. Im November 2016 sammelte sie Spenden und ließ 23 Tonnen Futter auf die eisige Insel transportieren. Allein die Frachtkosten per Schiff von Dänemark aus betrugen 8.000 Euro.

Gemeinsam mit einheimischen Inselbewohnern baut sie Wasserleitungen, damit die Huskies gut versorgt sind. Löckers neuestes Projekt sind Hundehütten. Gemeinsam mit jungen, arbeitslosen Inuit sollen die Behausungen heuer errichtet werden. Löcker im "Heute"-Gespräch: "Das hilft nicht nur den Vierbeinern, sondern auch die Menschen vor Ort haben damit eine sinnvolle Beschäftigung."

Im kommenden Sommer will die engagierte Tierschützerin mit einem Tierarzt nach Grönland reisen, um die Hunde kastrieren zu lassen: "Aber auch die Bevölkerung muss im Umgang mit den Tieren geschult werden. Der Tierschutz liegt dort im Argen. Die Hunde sind für die Inselbewohner nur Arbeitstiere. Von Tierliebe haben die keine Ahnung."

Marion Löcker ist aber nicht nur im Ausland in Sachen Tierschutz unterwegs. Im Waldviertel baut die St. Leonharderin ein Bussardgehege für behinderte Vögel.



 
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