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01.04.2010

Polizeikurse für die Stadtwache

Mögliche Unterrichtsfächer: Angewandte Psychologie, Konfliktmanagement und sogar Selbstverteidigung. Innenministerium will für Ausbildung der städtischen „Hilfssheriffs“ aber einen vollen Kostenersatz haben.

Will die Stadt Linz künftig wirklich einen Ordnungsdienst haben, der sich wie die Polizei fühlt und möglicherweise auch so agieren will? Hinter den Kulissen laufen derzeit eifrig die Vorbereitungen für das Projekt, das im Herbst gestartet werden soll. Allerdings: Spitzen der Polizei haben mit den neuen „Kollegen“ überhaupt keine Freude – „Heute“ berichtete.

Ersuche der Stadt an das Innenministerium

Erfahrene Exekutivbeamte fürchten, dass es für sie künftig noch mehr Arbeit geben wird, weil von der Ordnungswache durch eine fehlende oder mangelhafte juristische Ausbildung Straftaten angezeigt werden, die gar keine sind.

Keine Spezial-Kniffe für die neuen „Hilfssheriffs“

Kurios ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass ausgerechnet das Innenministerium diese neuen „Hilfsorgane“ ausbilden soll. Ein entsprechendes Ersuchen durch die Stadt Linz ist derzeit in Ausarbeitung – und in der Sicherheitsakademie in Oberösterreich macht man sich darüber auch schon Gedanken.

„Wenn es unsere Ressourcen zulassen, dann werden wir natürlich tätig“, sagt der Chef der Polizeischule in Linz, Oberst Erwin Spenglingwimmer (re.). Immerhin haben er und seine Mitarbeiter auch die Mautsheriffs der AFINAG geschult. Der Polizeioffizier kann sich konkret vorstellen, welche Fächer für die Neo-Ordnungshüter in Frage kommen und welche nicht:

„Auf keinen Fall werden wir ihnen Polizeitaktiken oder spezielle Selbstverteidigungsgriffe zeigen. Das wäre eine Verletzung des Dienstgeheimnisses. Wir werden sie eher in juristischen Belangen schulen und ihnen beibringen, wie sie in Stresssituationen reagieren sollen, um Konflikten aus dem Weg zu gehen.“ Wann die Ausbildung startet, sei noch nicht entschieden.

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1 Kommentar von unseren Lesern

0

Point (344)
04.04.2010 13:54

Ein Megaphon genügt
um lautstark um "Hilfe" zu rufen. Spezielle Polizeipraktiken wie Selbstverteidigungsgriffe dürfen ihnen wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses dürfen den Wächtern nicht beigebracht werden ? Was wird den Frauen in Selbstverteidigungskursen beigebracht - vielleicht sich schlafend stellen und den Angreifer ja nicht zu provozieren?? Wie man Konflikten aus den Weg geht schon! So wie etwa: schnell verstecken, davonlaufen, nichts sehen, nichts hören und nur nicht ausländische Mitbürger rassistisch belästigen! Private Firmen sind an kein Dienstgeheimnis gebunden (was ist ein Dienstgeheimnis? zum Unterschied zum Amtsgeheimnis wahrscheinlich ein Geheimnis!) Die Polizei will keine Konkurrenz ohne Steuerung und ohne Weisungsrecht.

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