"Wusste nicht, dass es strafbar ist"

Vergewaltiger von Ehefrau muss nicht ins Gefängnis

Häusliche Gewalt

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Aufreger-Prozess in Ried im Innkreis: Ein 35-Jähriger soll seine Ehefrau 60 Mal brutal vergewaltigt haben. Laut nicht rechtskräftigem Urteil bekam er zwei Jahre bedingte Haft, muss jedoch nicht ins Gefängnis. Geschockt hatte auch die Aussage des gebürtigen Ägypters vor Gericht: Nachdem er die Taten erst geleugnet hatte, gestand er, gab aber an, nicht gewusst zu haben, dass er etwas Strafbares getan habe.

Zu Prozessbeginn im Oktober leugnete der Mann die Taten, weswegen weitere Zeugen geladen wurden. Am Mittwoch wurde der Prozess fortgesetzt und der 35-Jährige legte ein Geständnis ab. Laut "ORF OÖ" gab er dabei an, nicht gewusst zu haben, dass seine Taten strafbar seien. Nur einer von mehreren Aufregern: Wie herauskam, soll der Mann mit seiner Frau, die er 2014 aus Ägypten nach Österreich holte, sogar verwandt sein.

Von März bis Oktober 2014 soll es dann zu den Vergewaltigungen gekommen sein. Schläge und Drohungen wurden außerdem angeklagt; so soll der Mann der Frau auch ein Kissen ins Gesicht gedrückt haben, damit sie nicht schreit. Der Staatsanwaltschaft war die Strafe - 1.000 Euro Schmerzensgeld und zwei Jahre bedingte Haft, bei der der Mann nicht ins Gefängnis müsste, zu gering. Das Urteil ist deswegen nicht rechtskräftig.
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