Gescheiterte Entführung Oberösterreich

Harte Urteile für Entführungsplan

Gefesselte Frau

Zur Entführung ist es nicht gekommen

Gefesselte Frau

Zur Entführung ist es nicht gekommen

Wegen versuchter Entführung einer Bankiersfrau im Mühlviertel mussten sich am Landesgericht Linz zwei Männer verantworten. Am Freitagabend endete der Prozess mit Schuldsprüchen.

Der 56-jährige deutsche Hauptangeklagte und ein 33-jähriger Spanier schmiedeten den Plan die Bankiersgattin am 8. September des Vorjahres im Bad zu fesseln, festzuhalten und von ihrem Mann 300.000 bis 400.000 Lösegeld zu fordern.

Der Deutsche mit US-Wurzeln hatte an den drei Verhandlungstagen erklärt, dass er aus Angst vor dem Vater des Spaniers - einem kolumbianischen Drogenboss - gehandelt habe. Letztendlich will er den Plan einer Entführung aber verworfen haben, so der 56-Jährige, der sich als Retter der Frau darstellte. Der 33-Jährige wiederum bekannte sich von Verhandlungsbeginn an nicht schuldig. Er will mit der Sache gar nichts zu tun gehabt haben und fürchtet sich nach eigener Aussage vor dem Hauptangeklagten.

Der 56-jährige deutsche Hauptangeklagte wurde zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, der mitbeschuldigte 33-jährige Spanier zu zehneinhalb Jahren und brach bei der Urteilsverkündung in Tränen aus. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, beide Verteidiger meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Die Urteile sind somit noch nicht rechtskräftig.


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