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24.08.2012
Anwalt stellt Missbrauch in Abrede
Kinderporno-Affäre: Linzer Polizist geht in Offensive
Die Ermittlungen im Linzer Kinderporno-Verdacht gehen weiter. (© Fotolia)
Es sei niemals zu geschlechtlichen Handlungen zwischen dem Mann und irgendeinem minderjährigen Kind gekommen. Sein Mandant habe auch niemals Material mit pornografischen und sexuellen Handlungen von und mit Kindern, weder mit eigenen noch mit fremden, hergestellt, verkauft oder verbreitet, so Mauhart.
+++Kinderporno-Affäre: Kinder des Polizisten-Paares wurden befragt+++
Polizist habe sich nur Bilder angesehen
Richtig sei, dass sein Mandant frei zugängliche, nicht kostenpflichtige Darstellungen nackter Minderjähriger im Internet betrachtet und gespeichert habe. Das sei moralisch verwerflich und strafrechtlich relevant, so der Anwalt. Der Polizist habe diesbezüglich bereits im Zuge der ersten Einvernahme ein reumütiges Geständnis abgelegt und sämtliche relevanten Daten der Polizei übergeben. Sein Mandant sei aber niemals Mitglied eines Kinderpornoringes gewesen und es gebe "weder eine Vernetzung mit einschlägigen Foren noch wurde jemals gegen Bezahlung kinderpornografisches Material gekauft".
Der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Linz, Dietmar Gutmayer, wollte das Schreiben nicht kommentieren. Der Verdächtige und seine Frau - ebenfalls eine Polizistin - befänden sich jedenfalls bis zur Haftprüfungsverhandlung am 3. September in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen würden weiterhin laufen. Hinweise auf einen Porno-Ring oder darauf, dass der Verdächtige Material verkauft habe, seien bisher nicht aufgetaucht.
Vorwürfe stützen sich auf ein Video
Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs und der sittlichen Gefährdung begründet sich auf einem Video. Darauf soll der Polizist mit seiner Frau zu sehen sein - und auch eines ihrer Kinder. Die Aufnahme liegt allerdings bereits ein paar Jahre zurück. Über das Ehepaar wurde wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr Untersuchungshaft verhängt. Derzeit durchforste die Polizei eine große Datenmenge von den Computern des Polizisten nach verdächtigem Material, hieß es.
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