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27.09.2012
Erstes Urteil im Kunstkrimi-Prozess
Teure Gemälden verloren: Linz soll 6,3 Millionen zahlen
Auch im Linzer Kunstmuseum Lentos wurde nach den Gemälden von Ego Schiele und Gustav Klimt gesucht - vergebens (© Stadt Linz)
Drei verschwundene Bilder von Egon Schiele und Gustav Klimt, Zweifel an deren Echtheit und eine Millionenklage: Das sind zu Zutaten zu einem „Kunstkrimi“ in Linz.
Seit Donnerstag gibt es ein erstes Zwischenurteil im Zivilprozess der Erben der ehemaligen Besitzer und der Stadt Linz. Das Landesgericht stellte fest, dass die damalige Entgegennahme der Bilder zur Leihe der Stadt Linz zurechenbar ist. Kurz gesagt heißt das: Die Stadt ist verantwortlich.
++ Gemälde seit über 50 Jahren verschwunden ++
Allerdings sind die drei besagten Bilder wie vom Erdboden verschluckt. „Wir suchen und recherchieren seit Jahren“, sagt Kulturdirektor Julius Stieber. Klar ist: In den Beständen der Stadt sind die Bilder nicht. Das Unheil nahm 1951 seinen Lauf, als die drei Kunstwerke an die damalige „Neue Galerie“ der Stadt übergeben wurden. Doch dann verliert sich die Spur der Gemälde.
++ Stadt und Erben streiten über Wert der Bilder ++
Nun haben die Erben Besitz-Anspruch gestellt. Sie verlangen von der Stadt 6,25 Millionen Euro. Aber: Die Stadt ist der Überzeugung, dass die Gemälde viel weniger wert sind. Experten zweifeln sogar die Echtheit an.
„Der Prozess wird sich sicher noch über zwei Jahre erstrecken“, sagt Stieber, der durchaus bereit wäre einen Vergleich zu erarbeiten.
++ Linz überlegt Einspruch gegen Zwischenurteil ++
Allerdings seien die Forderungen der Erben nicht realistisch. Nun überlegt die Stadt, ob sie innerhalb von 14 Tagen Einspruch gegen das Zwischenurteil einlegen soll.
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