Bienen kommen weg Oberösterreich

Kein Schmerzensgeld für Jogger mit Bienenstichen

Kein Schmerzensgeld für Jogger mit Bienenstichen

Bienenopfer Psychologe Thomas Hloch (links) und Bauer Garstenauer (rechts) wurden sich einig (© Kloibhofer )

Bienenopfer Psychologe Thomas Hloch (links) und Bauer Garstenauer (rechts) wurden sich einig
Bienenopfer Psychologe Thomas Hloch (links) und Bauer Garstenauer (rechts) wurden sich einig
Der Jogger, der von einem Landwirt im Bezirk Steyr-Land nach Bienenstichen auf dessen Grundstück 700 Euro Schmerzensgeld wollte, hat seine Forderung nun zurückgezogen. "Alles löste sich mittlerweile in Wohlgefallen auf, wir haben uns geeinigt und von einer Klage ist keine Rede mehr", wird der Bauer in der aktuellen Ausgabe der "BezirksRundschau" zitiert. Der Imker, dem die Bienenstöcke gehören, will sie im Frühjahr versetzen.

Der Läufer war am 19. Juli wie gewohnt auf einem Wanderweg unterwegs, der über den Grund des Landwirtes führt. Im Bereich der zehn Bienenstöcke, die rund 250 Meter vom Bauernhof entfernt aufgestellt sind, wurde er von mehreren Insekten gestochen. Der Mann ließ sich von seinem Hausarzt behandeln.

Später flatterte dem Grundstückseigentümer ein Anwaltsbrief ins Haus, in dem Schmerzensgeld gefordert wurde. Der Bauer dachte aber nicht daran zu zahlen. Die Bienen seien nicht von Haus aus aggressiv, wie es in dem Schreiben stehe, sagte er. Dennoch wollte er eine Lösung, mit der alle leben können.

Der Jogger hatte bereits im vergangenen Jahr wegen der Tiere eine Beschwerde beim Gemeindeamt eingebracht. Dort habe man versucht, zu vermitteln, schilderte die Amtsleiterin. An zwei Stellen rund 100 Meter von den Behausungen der Insekten entfernt wurden Warnschilder mit der Aufschrift "Achtung Bienen" angebracht.

APA/red.

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