Wien

50 Flugzeuge umgeleitet: Lenk-Drachen lösten Chaos aus

Schrecksekunden bei der Austro Control: Um 13.30 Uhr entdeckten die Fluglotsen ein „unbekanntes Flugobjekt“ im Anflugkorridor über dem Stadtgebiet – der betroffene Flugraum wurde sofort gesperrt. Der Erkundungshubschrauber der Polizei machte wenige Minuten später eine überraschende Entdeckung: Flug-Drachen in 700 Metern Höhe! Mit Infrarot-Kameras konnte der „Hobbyflieger“ bald aufgespürt werden. Ein Waldviertler (48) ließ seine Flugobjekte von der Jesuitenwiese im Wiener Prater aus aufsteigen.

50 Flugzeuge umgeleitet
Die Folgen des sportlichen Vergnügens waren enorm: Lufthansa-Flug 3574 aus Düsseldorf (D) befand sich schon im Landeanflug auf Wien, die Piloten mussten abdrehen. Eine halbe Stunde lang konnte die Piste 11 weder für Starts noch für Landungen genutzt werden. 50 Flugzeuge mussten umgeleitet werden, was Donnerstagnachmittag zu Verspätungen führte.

Mit Konsequenzen muss der Niederösterreicher übrigens nicht rechnen, in Absprache mit der Austro Control wurde von einer Anzeige abgesehen.

Andreas Huber

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5 Kommentare
unbekannt Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 30.04.2010 19:56

Ich versteh nur eins nicht. Normalerweise sind die Flug-Korridore sehr groß ausgelegt (ich weiß nimmer genau, aber so etwa li, re, vo, hi um die 4 km, nach oben und unten 1.000 m). Wenn die Piste 11 (die alte Piste) angeflogen wird (also aus etwa aus WNW), sind die Flieger ca. 850 - 1200m über Wien (siehe http://www.flightradar24.com). Da dürfte man ja nicht mal einen Furz lassen, geschweige einem ein Luftballon auskommen, wenn nicht der Korridor "verletzt" werden soll. Wieso dürfen die Flieger trotz neuer Piste überhaupt noch über Wien anfliegen? Manchmal ist der Wirbel im 5. in meinem Dachgarten sehr störend (lt. als Verkehrslärm von unten), abgesehen von gelegentlich herabfallenden Eistrümmern von Fernfliegern, wenn sie ihr Fahrwerk rausfahren.

Leserredakteur Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 30.04.2010 17:48

Tomy, da muss ich Dich leider enttäuschen, sie waren tatsächlich so hoch, ausserdem kam die Meldung von Austria Control und der Polizeist hat nach meiner Befragung dies ebenfalls bestätigt, der sollte es ja wissen, denn er ist neben ihnen geflogen.

mfg.
Leserredakteur

guenterwolsing Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 30.04.2010 10:51

Das waren mit Sicherheit KEINE Lenkdrachen. Die können gar nicht so hoch geflogen werden.
Es müssen Einleiner - Drachen gewesen sein, die man so hoch steigen lassen kann.
In der Regel sind vom Gesetzgeber 100 Meter lange Leinen zugelassen. Nur in Sonderfällen, z. B. bei Drachenfesten, kann die Höhenbegrenzung aufgehoben und um mehrere 100 Meter größere Steigehöhen gestattet werden. Diese Höhen sind dann genau festgelegt und zeitlich streng begrenzt.
Wer dagegen verstößt gefährdet den Luftraum und den Flugverkehr. Er verhält sich grob fahrlässig und bringt den Drachensport in Verruf.
Für einen solchen Drachenhobbyisten ist – Unwissenheit – keine Entschuldigung.

Na denn Retnüg

Günter Wolsing

gerste1 Routinier (29)

Antworten Link Melden 0 am 30.04.2010 08:46

Wer hat denn da seine Schwiegermutter so hoch raufgeschickt??????

tomy Routinier (87)

Antworten Link Melden 0 am 30.04.2010 11:34 als Antwort auf das Posting von gerste1 am

Auf W24 steht er war auf ca. 100 meter höhe also wird sich die "heute zeitung " verlesen bzw verschrieben haben^^

mfg tomy

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