In eigenem Haus

AKH-Chirurg überfallen: "Wollten meine Frau umbringen"

Gefäß-Chirurg Ihor Huk, Tatort im Nobelbezirk Wien-Döbling

Gefäß-Chirurg Ihor Huk, Tatort im Nobelbezirk Wien-Döbling

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Gefäß-Chirurg Ihor Huk, Tatort im Nobelbezirk Wien-Döbling

Gefäß-Chirurg Ihor Huk, Tatort im Nobelbezirk Wien-Döbling

Stunden der Angst für ein Ehepaar im Wiener Nobelbezirk Döbling: Drei Männer überfielen den Arzt und seine Frau, durchwühlten ihr Haus, schlugen immer wieder auf die gefesselten Opfer ein.

Am Tag nach dem Überfall ist Ihor Huk, Leiter der Gefäßchirurgie am Wiener AKH, wieder im Dienst. Gegenüber dem "Kurier" schildert er die dramatischen Stunden. "Ich habe meine Frau gegen 18 Uhr angerufen und gesagt, dass ich bald zu Hause sein werde". Als es am Dienstagabend läutete, erwartete die 70-Jährige deshalb ihren Mann – doch es standen drei Räuber vor der Tür.

Sie fesselten die Frau mit Klebeband, schlugen ihr ins Gesicht und forderten Geld. "Sie wollten meine Frau entführen oder sogar umbringen aber zum Glück hat sie gesagt, dass ich bald nach Hause komme. Dann sperrten sie sie im WC ein", schildert der Arzt dem "Kurier".

Eine Stunde lang durchwühlten die Männer (sprachen englisch und albanisch) das Haus – bis es erneut läutete. Diesmal war es tatsächlich Ihor Huk (64). Die Räuber fesselten und schlugen auch ihn. Er behielt die Nerven: "Ich habe erklärt, dass ich Chirug bin und meine Hände nicht verletzt werden dürfen."

Daraufhin hätten sie die Fesseln gelockert. Als das Trio genug Beute (einige Tausend Euro Bargeld und einen Tresor) gemacht hatte, flüchtete es in einem Mercedes 500. Das an Armen, Gesicht und Rippen verletzte Paar konnte sich selbst befreien und die Polizei rufen.

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