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15.09.2009

Alkohol: Polizei feuert Postler

Promille-Eklat auf Wiener Wachzimmer. Ein Hilfssheriff kam schon am ersten Tag betrunken zum Dienst. Die verantwortlichen Ministerinnen sprechen von einem "bedauerlichen Einzelfall". Trotz des unrühmlichen Abgangs wird das Projekt bundesweit unverändert fortgeführt.

Die Fahne hatte es in sich: Gleich an seinem ersten Arbeitstag als Hilfssheriff erschien in Wien ein Post- und Telekom-Mitarbeiter offenbar betrunken zum Dienst. Die Beamten der Polizeiinspektion Praterstern im Bezirk Leopoldstadt zeigten sich dem Vernehmen nach dennoch verständnisvoll. Immerhin: Es hätte sich auch um Restalkohol handeln können.

„Dann hat der Beamte aber ganz offensichtlich Gelegenheiten gesucht, um nachfüllen zu können“, bedauert Innenministeriumssprecher Oberst Rudolf Gollia. Im Klartext: Der eigentlich zur Entlastung der uniformierten Exekutiv-Beamten abgestellte Wiener soll unter dem Vorwand, sich die Füße vertreten zu wollen, gleich mehrfach zu dem nahe gelegenen Lokal „Hansy“ spaziert sein. Dort soll er sich um die acht weiße Spritzer genehmigt haben. Der ganz offensichtlich nach und nach gestiegene Pegel entging auch den Kollegen nicht, die schlussendlich zum Promille-Test bitten wollten, was jedoch abgelehnt worden sein soll.

„Angesicht des intensiven Alkoholgeruchs war das aber nicht notwendig“, sagt Gollia. Der Ertappte wurde abgezogen und fristet wieder bei der Telekom sein Dasein.

Damit sank die Zahl der Postler-Polizisten kurzfristig auf 39 (16 in Wien, 13 in Niederösterreich, zehn in Oberösterreich). Mittlerweile gibt es auch in Linz einen Abgang. „Der Beamte hat bemerkt, dass der Job nichts für ihn ist“, bestätigt Gollia.

Innenministerin Maria Fekter und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sind sauer über den Eklat. Es sei schade, dass das passiert ist, ließ Fekter wissen. Sonst seien die Post- und Telekom-Mitarbeiter ja hoch motiviert. Heinisch-Hosek versucht zudem zu beruhigen. Wie in der Privatwirtschaft gebe es eine Probephase. Und das sei gut so, wie der bedauerliche Fall zeige. Und beide sind sich einig: „Das Projekt geht weiter!“

Wolfgang Bartosch

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5 Kommentare von unseren Lesern

0

unbekannt (1)
16.09.2009 13:32

eh klor
postler und telekom sind zwei verschiedene berufe. vl sollte die zeitung das richtig stellen das es ein telekommitarbeiter war...

0

SgtMjr (28)
16.09.2009 12:23

Alkohol:Polizei feuert Postler
Vielleicht wurde der "neue Mitarbeiter"nicht so freundlich von den
"Kollegen" aufgenommen oder gar gemobbt,und sich zum Trinken
in das mögliche Stammbeisel der Wachebeamten zurückgezogen?

0

weissmueller (230)
16.09.2009 09:25

na geh, das war doch zur beruhigung
wegen der nervosität des ersten arbeitstages.

0

oligarcha@ya... (16)
16.09.2009 08:29

Polizei feuert Postler..
na sowas !

Ist das ein Einzelfall ?

0

ah.at.home@a... (72)
16.09.2009 07:12

na was glaubt ihr
ist der "herr" postler ja von seiner alten arbeitsstelle gewöhnt

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