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Dschihad-Mädchen: Meine Freundin ist nicht tot

Gesucht: Sabina S. (15) und Samra K. (16) (r.).

Gesucht: Sabina S. (15) und Samra K. (16) (r.). (© Interpol)

Eine jener beiden Wiener Schülerinnen, die nach Syrien in den Dschihad zogen, soll getötet worden sein. "Heute" kann das Gerücht entkräften: "Keiner von uns ist tot", schreibt ihre Freundin Sabina.


"Sucht nicht nach uns. Wir werden Allah dienen – und für ihn sterben" – das sind die letzten Worte jener Wiener Schülerinnen (15, 16) an ihre Eltern, die im April nach Syrien in den Dschihad zogen. Diese zitterten jetzt aufgrund neuer Gerüchte wirklich um das Leben ihrer Kinder: Über Social Media verbreitete sich schnell, dass Samra (16) ums Leben gekommen sein soll, die "Salzburger Nachrichten" berichteten.

Mädchen vermutlich schwanger
Das Innenministerium konnte das nicht bestätigen – informierte aber vorsichtshalber die Eltern über einen möglichen Tod Samras. "Heute" kann dem bangen Warten ein Ende machen: Samra lebt! Sie hat zu Freunden per WhatsApp Kontakt aufgenommen, und auch ihre Freundin Sabina (15) schreibt im Netz unter einem Pseudonym: "Keine von uns ist gestorben."

Grund für Sabinas zuvor abgesetzte düstere Postings – auf denen das Gerücht beruht – ist ein Todesfall im Umfeld ihres Mannes. Seit 10. April sind die Mädchen in Syrien, dort mit tschetschenischen Kämpfern verheiratet. Vermutlich sind beide außerdem schwanger – darauf deuten Postings sowie ihre Nicknames auf Facebook hin, in denen jeweils das arabische Wort für Mutter (Umm) vorkommt.

ath
Identitäre Hinrichtung vor Stephansdom

"Identitäre" spielten Terrormiliz.

"Köpfungs-Demo" war angemeldet
Es ist äußerst geschmacklos – aber nicht strafbar: Die rechten "Identitären" nutzten die Angst vor dem IS-Terror für ihre eigene anti-muslimische Propaganda. Sonntag verkleideten sie sich als Terroristen und spielten Köpfe-Abhacken vor dem Steffl, klärten das Publikum über die "Einwanderungsproblematik" auf.

"Die Veranstaltung war als Versammlung rechtmäßig für 15 Personen angemeldet und ist als Schauspiel zu verstehen. Rechtlich gibt es darum keine Bedenken", sagt Polizei-Sprecher Paul Eidenberger.

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