Christiane Tauzher

Dummheit aufgedeckt

Dummheit aufgedeckt

Christiane Tauzher schreibt regelmäßig Kommentare für "Heute" (© Marcus Mezera)

Christiane Tauzher
Christiane Tauzher schreibt regelmäßig Kommentare für "Heute"

Hinter dem Ausbruch des Jahres steckt also doch kein ausgeklügelter Plan. Tja, Pech für die Justizanstalt Josefstadt, dass der vor zehn Wochen „entflohene“ Häftling Nikola B. jetzt beschlossen hat, zurückzukommen und seine Strafe abzusitzen. Bevor er sich aber wieder einsperren ließ, hat er „Heute“-Reporter Wolfgang Höllrigl erzählt, wie’s wirklich war.

„Der Beamte hat, wohl aus Versehen, meinen Namen aufgerufen“, erinnert sich Nikola B. an den Tag seiner irrtümlichen Entlassung, „plötzlich stand ich allein auf der Straße.“ Was? Das soll alles gewesen sein? War da nicht irgendeine Geschichte von vertauschten Ausweisen? Nikola B. ist doch mit den Papieren seines Zellenkumpels in die Freiheit marschiert, oder?

Die Frage, wie er zu den Papieren gekommen sein sollte, blieb bis heute ein Rätsel, auch die Justizbeamten hatten keine Antwort. Es gab überhaupt nur wenig Information zu dem Ausbruch. Wo man doch normalerweise so auskunftsfreudig ist. Schaut ganz danach aus, als hätte man gern das berühmte Gras über die Dummheit wachsen lassen. Und Nikola B.? Er hat das getan, was jeder in seiner Situation gemacht hätte: Er ist gerannt.

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1 Kommentar
albinus Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 08.09.2011 15:37

Sehr geehrte Frau Tauzher ! Sie verlassen sich auf die Worte eines Verbrechers, der etliche Österreichische Bürger bestohlen hat ? Seien sie doch nicht so naiv.. er hat sie angelogen wie es für einen, der wegen eines Verbrechens in Haft ist, scheinbar üblich ist. Sein Name wurde nie aufgerufen, er hat bei der Entlassung die Gegenstände des anderen an sich genommen und mit seiner Unterschrift, die ja auch gefälscht wurde, bestätigt. Somit hat er auch seinen Mitinsassen bestohlen. Selbstverständlich wurden Fehler gemacht, aber bei 7000 Zu -und Abgängen alleine in der betroffenen Justizanstalt kann auch sowas mal vorkommen. Aber es ist schön, wenn sie Frau Redakteurin nie Fehler machen, ausser schlecht zu recherchieren.
Mit nicht so freundlichen Grüßen, ein Justizwachebeamter, der jeden Tag über ihre persönliche Sicherheit wacht.

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