Kilometerlange Staus

FPÖ bringt Antrag gegen Ring-Sperre ein

Rasen am Ring, Stau auf den anderen Verkehrszügen.

Rasen am Ring, Stau auf den anderen Verkehrszügen.

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Rasen am Ring, Stau auf den anderen Verkehrszügen.

Rasen am Ring, Stau auf den anderen Verkehrszügen.

Die gesamte Ringstraße war am Montag wegen der Veranstaltung "Rasen am Ring" für ganze zwölf Stunden gesperrt. Vom Vormittag bis zum Abend herrschte in Wien zäher Verkehr und Stau, Verspätungen von bis zu einer halben Stunde waren die Folge. Die FPÖ prüft rechtliche Schritte und kündigte Anträge gegen die Aktion "Rasen am Ring" und die "Ringraser" bei der Bezirksvertretungssitzung in der City an. "Heute.at" hat außerdem die heftigsten Reaktionen der Wiener auf Facebook gesammelt.

Die Ringstraße, eine der wichtigsten Verkehrsadern in der Wiener Innenstadt, war am Montag ab 10 Uhr für den Verkehr gesperrt. Zwischen der Oper und der Hauptuniversität wich der Asphalt einem Kunstrasen.
Die Veranstaltung selbst fand von etwa 12 bis rund 21 Uhr statt.

Bis zu einer halben Stunde Verzögerung
Wer am frühen Abend die Strecke von der Wollzeile zur Schottengasse im Auto bewältigen wollte, musste bis zu eine halbe Stunde Verspätung in Kauf nehmen. Der Verkehr im Kerngebiet wurde über die Operngasse, den Getreidemarkt und die 2er-Linie zur Universtitätsstraße umgeleitet. Lediglich die Kreuzungsbereiche des Rings mit der Operngasse und der Schottengasse waren auch während der Sperre befahrbar. Der Heldenplatz war über den Michaelerplatz möglich.

Gudenus: FP prüft rechtliche Schritte
Der Wiener FP-Klubobmann Johann Gudenus kündigte an, dass die Freiheitlichen nun prüfen werden, ob es rechtliche Schritte geben kann, die diesen Irrsinn stoppen. Jene Wienerinnen und Wiener, die nachweislich einen Verdienstentgang erlitten haben, müssen von Seiten der Stadt einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen haben.

"Es ist nicht einzusehen, dass jenen, die ihren PKW nutzen, von Seiten der Verkehrsstadträtin nur Prügel zwischen die Beine geworfen bekommen, ja beinahe schon kriminalisiert werden", stellte Gudenus fest. "Solche Aktionen dürfen von der Stadt Wien zukünftig nicht mehr unterstützt werden", so Gudenus. "Wir fordern von der Stadtregierung mehr Rücksichtnahme auf jene, die ohnehin laufend zur Kassa gebeten werden - nämlich die Autofahrer."

FPÖ: Demonstrationsrecht missbraucht
Die FPÖ sprach sich gegen die Blockade der Innenstadt aus. "Es ist unerträglich, dass grüne Vorfeldorganisationen unter Missbrauch des Demonstrationsrechts mutwillig die Innenstadt mit einer halblustigen Veranstaltung blockieren und damit Schaden für Bewohner und Wirtschaft anrichten", sagte Georg Fürnkranz, FPÖ-Klubobmann im ersten Bezirk.

Fürnkranz kritisierte die Geschwindigkeit, mit der Radfahrer unterwegs sind. Eine Messung im heurigen Sommer habe ergeben, dass am Radweg Kreuzung Schottenring/Hohenstaufengasse (Radfahrüberfahrt), weniger als 10 Prozent der Radfahrer die 10 km/h Beschränkung berücksichtigen und die Durchschnittsgeschwindigkeit sogar bei 32 km/h liege, erklärt Fürnkranz. Er werde daher noch heute einen Antrag gegen den Missbrauch des Demonstrationsrechts, aber auch gegen die Radraser am Ring einbringen.

Die Verkehrsbehinderungen sorgten bei zahlreichen Wienern für Ärger. "Heute.at" hat die heftigsten Reaktionen auf Facebook gesammelt.

Seite 2: Reaktionen auf Facebook
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