Jugendbanden mit Messern

Fünf Burschen nach Massenschlägerei in U-Haft

Messerstecherei am Handelskai

Verletzte wurden verarztet und ins Krankenhaus gebracht.

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Messerstecherei am Handelskai

Messerstecherei am Handelskai
Messerstecherei in Wien-Brigittenau nahe der S- und U-Bahn-Station Handelskai.

Zwei Jugendbanden, ein Streit mit Messern, Holzlatten und Eisenstangen, sieben Verletzte und zwei Schwerverletzte waren die Folge. Am Samstag wurden sechs Personen am Handelskai festgenommen, Über fünf der Burschen verhängte die Wiener Polizei die U-Haft. Probleme gibt es bei der Rekonstruktion der Vorfälle. Die Burschen schweigen, die Polizisten müssen auf Videomaterial von Überwachungskameras zurückgreifen. 

Fünf junge Afghanen zwischen 16 und 21 Jahre alt wurden von der Polizei in Gewahrsam behalten. Einen 15-Jährigen schickten die Beamten heim, er wurde auf freiem Fuß angezeigt. 

Bis zu 40 Personen dabei, keiner redet
Die Polizei hat große Mühe, die Taten vom Samstag zu rekonstruieren. Es könnte sein, dass bis zu 40 Personen an der Schlägerei beteiligt waren, viele liefen allerdings schon weg, bevor der erste Beamte auftauchte. Die Jugendlichen, die die Polizei schnappen konnten, weigern sich, Auskunft zu geben oder ihre mutmaßliche Schuld zu gestehen. Einer der Teenager behauptet laut "wien.orf.at", überhaupt nicht vor Ort gewesen zu sein. 

ÖBB und Wiener Linien sollen Fall lösen
Damit sich die Polizei nicht auf die (nicht vorhandenen) Aussagen verlassen muss, sichten die Beamten Videomaterial aus den Überwachungskameras von ÖBB und Wiener Linien. Die Aufzeichnungen werden mit den Verhafteten verglichen. Erste Erfolge gäbe es schon, so die Polizei. 

Zwei Burschen außer Lebensgefahr
Bekannt ist, dass der Streit auf Facebook begann und dann im wirklichen Leben eskalierte. Eine kleinere Gruppe Tschetschenen dürfte von den Afghanen aus dem Jugendtreff "Base20" gelockt worden sein. Dann passierte alles sehr schnell und die zahlenmäßig überlegenen afghanischen Teenager gingen auf die Kontrahenten los. Das Ende ist bekannt: sieben Verletzte, zwei davon schwebten in Lebensgefahr. Die schwer verletzten Opfer sind inzwischen stabil, sie sind zwischen 14 und 17 Jahren alt.

 

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