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10.08.2011

Ich fuhr betrunken Rad und ging eine Woche ins Gefängnis

Drei Bier kosteten Jasmin Karer (28) eine Woche ihres Lebens. Diese verbrachte die Studentin wegen einer nicht bezahlten Verkehrsstrafe hinter Gittern. Wie das geht? Laut „Falter“ fuhr Jasmin in Wien betrunken mit dem Fahrrad, wurde dabei von der Polizei erwischt. Bis 0,79 Promille Alkohol im Blut wäre sie glimpflich davongekommen. Ab 0,8 Promille kostet betrunken Rad fahren, wie auch Alkofahrten mit dem Auto, mindestens 800 Euro. Jasmins nächtlicher Alkotest ergab 0,96 Promille.

880 Euro hätte sie dafür zahlen sollen. Weil sie das nicht konnte und die Strafhöhe unfair fand, entschied sich die Studentin für die Ersatzstrafe – eine Woche Haft. „Ich bin froh, dass es vorbei ist“, erzählt sie „Heute“ nach ihrer Entlassung. „Kein Handy, kein PC, keine Freunde - das ist hart. Aber die Aufseher waren alle nett“, so Jasmins Häf’n-Resümee. In Zukunft will sie ihr Rad lieber schieben.

Lisa Steiner


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5 Kommentare von unseren Lesern

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silver. (1576)
12.08.2011 10:27

Herrlich, einfach Herrlich
...bei den kleinen Leuten wird exakt nach Wort vom Strafgesetzbuch geahndet; kein Detail wird ausgelassen...

....grad bei den WICHTIGEN Fällen (Banker, Lobbyisten, Spekulanten, straffällig gewordene Politiker), die Milliardenschäden verursacht haben, werden beide Augen zugedrückt.

Warum?

Weil diese hohen Tiere sich die richtigen Anwälte leisten können. Das kann der kleine Mann nicht, daher wird ihm der Hintern vom Gesetzesarm ordentlich versohlt.

Jasmin Karer: 3 Bier + Fahhradfahren = 1 Woche Gefängnis bzw. ein halbes Monat Lohn Strafe.

Silvio Berlusconi: Wilde Sexparties, Sex mit Minderjährigen, Geldwäsche: weiterhin AUF FREIEM FUSS

Tja, manche sind eben (leider) gleicher als andere...

0

20er (814)
12.08.2011 08:49

Gleichheit für Alle!
Immerhin fuhr die "Dame" betrunken ( oder alkoholisiert ) mit einem Fahrzeug durch die Gegend. Wenn Sie bei dieser Fahrt einen Unfall verursacht hätte, wäre es den unschuldigen Opfern auch ziemlich egal, ob es nun ein Autofahrer oder lediglich ein Radler/in war. Außerdem hätte Sie ja die Strafe nicht absitzen müßen, denn es gibt sehr wohl auch für Strafverfügungen dieser Art eine Ratenvereinbarung und der sogannnte Polizeihäfen ist eben kein Wohlfühlort. Ich finde es jedenfalls als völlig Richtig, Alkolenker gleichermaßen zu bestrafen und die Radfahrer sind ohnehin nur all zu oft die Liebkinder. Außerdem verschwinden sehr sehr viele tagtäglich in der Anonymität, was im Gegensatz zu den Lenkern von Fahrzeugen mit Kennzeichen unfair ist.

0

Bauma (2)
11.08.2011 22:01

v.max
wie kommst du auf die Idee dass wir Verbrecher im Land haben ?
Begründe es !
Wo her sollen die kommen ?

0

v.max (3)
11.08.2011 16:37

Radfahrerin betrunken
Man kann es sicher nicht gutheissen,aber 1Woche Gefängnis ist absurd,wo man doch zig "mutmassliche" Verbrecher frei herumlaufen lässt. Justitia lässt Grüssen!

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20er (814)
14.08.2011 23:48

Antwort auf Radfahrerin betrunken
Richtig! Eine Woche absitzen ist nicht angemessen!
1 Monat gemeinnützige Arbeit wäre lukrativer und am Besten in einer Unfall Station oder in der Gerichtsmedizin, wo die Opfer von Alkolenkern landen!
Das wäre Angemessen!!

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