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23.05.2011

Krankes Pferd: Lipizzaner-Chef quälte seinen Hengst

…doch vor Gericht muss heute der Aufdecker des Skandals! Bei einer Vorführung 2009 im Bundesgestüt Piber (Stmk.) ritt Reitbahn-Chef Ernst Bachinger auf einem offensichtlich kranken Hengst. „Eindeutig Tierquälerei“, sagt Tierärztin Iris Fröhlich. Heute steht allerdings nicht der Lipizzaner-Chef vor Gericht, sondern ein deutscher Journalist, der den Skandal öffentlich gemacht hat.

Skandal bei unseren edlen Hengsten: Mehr als 20 Jahre war Ernst Bachinger als Bereiter in der Hofreitschule tätig. Er dürfte aber in dieser Zeit kein Feingefühl für die Tiere entwickelt haben.

Für eine Vorführung im Herbst 2009 in Piber wählte der erfahrene Bereiter den Hengst „Neapolitano Pastime“. Das komische Verhalten des Pferdes fiel zwar Zuschauern auf, der erfahrene Bereiter setzte das Programm aber unbeirrt fort.

Ein Journalist berichtete über das sichtbar verstörte Pferd und die Anzeige eines Tierschutzvereins. Die Hofreitschule klagte wegen Verleumdung, bestätigt aber in einer Stellungnahme die Krankheit des Pferdes. „Der Hengst hatte während des Auftritts in Piber eine Kolik“, erklärt der hauseigene Tierarzt.

Warum der Lipizzaner-Chef aufs kranke Pferd stieg, wird wohl heute am Handelsgericht zur Sprache kommen. Ernst Bachinger muss seine Aussage machen, allerdings nur als Zeuge und nicht als Tierquäler …

Andreas Huber


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15 Kommentare von unseren Lesern

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Freiberuflic... (393)
09.07.2011 17:33

Auch hier kommt der
Täterschutz vor dem Opferschutz. Der abgehalfterte Bachinger, Täter, verklagt den aufdeckenden Journalisten, Opfer. Weit haben wir es in Österreich gebracht.

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Junkers (1)
25.05.2011 11:21

Eine Schande für die Spanische!!!
Egal und unabhängig von diesem mehr als unrühmlichen Vorfall, der NIEMALS hätte passieren dürfen, sollte Herr Bachinger endlich seine Uniform ausziehen und in Pension gehen! Man muß wissen, wann man aufhört. Vielleicht war er einmal ein guter Reiter, jetzt ist er eine Schande für die Spanische Hofreitschule und das nochdazu als sogenannter "Chef"! Der muß nämlich ein Vorbild sein und wenn als Vorbild dient - GUTE NACHT KLASSISCHE REITKUNST!!! Inzwischen ist ja für Laien sichtbar, dass das ganze nur noch "Show" ist, die man bald in jedem Weihnachtsreiten geboten bekommt! Höchste Zeit, dass da etwas unternommen wird und die Hohe Schule der Klassischen Reitkunst auch den Namen wieder verdient. Tierquälerei hin oder her - die geht sowieso GAR NICHT!! Allein dafür gehören Hrn. Bachinger die Goldenen Knöpfe von der Uniform gerissen!

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FavoryAlea (2)
24.05.2011 20:21

Eine Lanze für Oberbereiter Ernst Bachinger
... ich meine, daß dem Herrn Direktor, Oberbereiter Ernst Bachinger unrecht getan wird.

Ernst Bachinger begann seine Karriere an der Spanischen Hofreitschule Ende der 50iger Jahre, blieb bis 1978, wechselte in das Trainer-Lager und war in NÖ Referent für Dressur-Reiten. Des Weiiteren ist er die 2. Generation an der SHS (neben seinem Sohn Christian, welcher auch an der SHS als Bereiter tätig ist.)

Ich selbst war von 1999 - 2006 an der SHS als Mitarbeiter im Museum und bin daher mit den dortigen Gegebenheiten vertraut.

Es ist auch nicht fair, einen Menschen aus Unwissenheit mit Schmutz zu bewerfen und ein Fall für den Knast ist Ernst Bachinger schon zweimal nicht.

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ArisJacob (1)
24.05.2011 13:33

Ich war dabei
Ich bin ein grosser Pferdeliebhaber, erfahrener Dressurausbilder und SHS-Fan. Ich war zufällig dabei, bei dieser Vorführung in 2009 !! Und habe zufällig die Überlegungen um diese Vorführung mit dem Hengst Neapolitano Pastime zu kontinuieren miterlebt.

Der Hengst wurde von Wien nach Piber gebracht. Während des Transportes hatte er ein wenig Kolik bekommen. Es sah beim Aufwärmen aber wieder gut aus. Die Entscheidung ihn zu reiten war zurecht.

Dass der Hengst aber nicht 100 % seine normale Leistung gezeigt hat, hat damit zu tun, dass die vorhergehende Teilnehmer des Showprogramms eine Traditionsgruppe mit Noriker und Peitscheschläge wie Kanoneschüsse den Hengst (den normal nur in der Hofburg ist!) total verwirrt hat !!

Es ist beschämend dass soviel Wirbel um nichts gemacht wird. Habt Ihr Österreicher überhaupt einige Ahnung wie sehr diese Art von Benachrichtigung die Reputation der Spanischen und der österreichischen Tourismus im Ausland schädet ??

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Freiberuflic... (393)
09.07.2011 17:25

Antwort auf Ich war dabei
Dann sollen sich die Herren auch demensprechend verhalten. Es ist ja schon lange bekannt, dass in der Spanischen einiges im Argen liegt. Es muss noch mehr veröffentlicht werden, damit die Dummen endlich kapieren, was mit den wunderbaren Pferden passiert.

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siska (1121)
24.05.2011 19:44

Antwort auf Ich war dabei
Es gibt Leute, die bezeichnen sich als "Pferdefreunde" und lieben den Rennsport - ungeachtet dessen, wie viele dieser edlen Tiere dabei zuschandengeritten werden und nach einigen Jahren schon nicht mehr verwendbar sind. Die Stuten lässt man bestenfalls noch ein paarmal abfohlen, bis sie irgendwo verkommen. Kenne das aus Erfahrung,denn ein früherer Bekannter von mir,der selber Pferde hatte, rettete nicht nur einmal ein Pferdeleben.
Hier bezeichnet sich auch jemand als Pferdeliebhaber - Sie nämlich! - und dabei ist Ihnen noch mehr am Ansehen und der Reputation der Spanischen Hofreitschule sowie am Ansehen der Tourismusstadt Wien gelegen als am Wohlergehen der Pferde. Dieses Ansehen könnte jedoch von selber Schaden nehmen, wenn nur noch vertuscht wird und die Pferde aber weiterhin zu leiden haben,weil ein paar Ehrgeizlinge brillieren wollen.

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Freiberuflic... (393)
09.07.2011 17:29

Antwort auf Antwort auf Ich war dabei
Einen großen Dank an Ihren Bekannten!

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siska (1121)
24.05.2011 19:39

Antwort auf Ich war dabei
Wie wollen Sie entscheiden können, wie es einem Tier wirklich geht? Es mag vielleicht beim Aufwärmen zwar "gut ausgesehen" haben, aber das sagt noch lange nichts aus! Ihnen geht halt die "Tradition" und das Geschäft eines Betriebes auch über die Interessen der dort "Beschäftigten" - in diesem Falle die Pferde - die dagegen kein Veto aussprechen können, ja nicht einmal sagen können, wie es ihnen geht und ob sie sich imstande fühlen, eine Aufgabe zu meistern. Würden Sie denn gerne mit Bauchschmerzen - und eine Kolik ist nichts anderes als schwere Bauchkrämpfe! - arbeiten, und noch dazu Höchstleistungen erbringen müssen? Aber wenn es ums "Ansehen" geht, ist denen ja wurscht, ob ein Pferd dabei u. U. auf der Strecke bleiben könnte...was zählt, ist die Fassade und die darf auf keinen Fall "geschädigt" werden!

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20er (814)
24.05.2011 23:44

Antwort auf Antwort auf Ich war dabei
Es gibt eben Pferdefreunde und Pferdefreunde!
Ich zähle mich auch zu den Pferdefreunden und habe z.B. als ich noch jünger und Dynamisch genug war und schon zu den erfahreenen Freizeit Reitern zählte, völlig umgelernt. Ich lernte einen Mann Namens Fred Rai aus Deutschland kennen, Der unter den Westernreitern eine große Nummer war und immer noch ist und Der sich für Reiten ohne Peitschen und Sporen sowie auch ohne Trense, Kandarre usw. stark verwendet. Ihr glaubt es vielleicht nicht, aber Das klappt hervorragend und ist gar keine so große Sache wie andere Reiter an der altbewährten methode festhaltend meinten. Und, man kann auf diese Weise sogar Dressurreiten! Fred Rai zeigt in seiner Westernstadt in Dasing nahe bei Augsburg sogar, daß man mit einem Pferd nur mittels Sattel und Halfterführung auf einer Bühne auftreten kann und das Pferd dabei sichtlich Spaß hat. Ach ja, das edle Tier heißt Spitzbub. gggg

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siska (1121)
26.05.2011 07:45

Antwort auf Antwort auf Antwort auf Ich war dabei
Hey! Das ist super! Auch ich habe nach frustreichen Jahren des Englischreitens auf Western "umgesattelt" - leider konnte ich das nicht weiterbetreiben, aus gesundheitlichen Gründen (Wirbelsäule machte nicht mehr mit!). aber schön war es dennoch. Nur schade, dass ich erst viel zu spät hierzulande die Gelegenheit dazu bekam;als ich Teenager war,gab es noch nirgendwo in Ö einen Reitstall mit Westerntrainern,weil das für die meinsten "klassischen" Reiter verpönt und ein rotes Tuch ist....man sieht es ja am "Ergebnis": die meisten englisch bzw. klassisch gerittenen Dressurpferde oder Springer sind nach kürzester Zeit "verbraucht"!

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20er (814)
26.05.2011 21:30

Antwort auf Antwort auf Antwort auf Antwort auf Ich war dabei
Na da haben wir Etwas gemeinsam. ggggggg
Habe aber auch ehrlich gesagt dadurch daß ich nicht mehr so im Sattel sitzen kann, in den letzten Jahren an gewicht zugelegt und bin das letzte Mal vor etwas mehr als 5 Jahren geritten. Habe aber vor, demnächst wieder abzuspecken und wieder anzufangen, denn es fehlt mir und wenn erst mein neuer Hund auf Pferde eingestellt ist, müsste es in ein bis zwei Jahren klappen. Wenigstens für ein Stündchen im Sattel, ist schon Etwas.
Na ja, und Fred Rai lernte ich durch mein Hobby in Country und Western kennen und der Mann zählt auch zu den sogannten Pferdeflüsterern. Als Sänger wäre Er auch ganz gut, aber von Management versteht Er dabei weniger. Was die reiterei und der Umgang mit Pferden betrifft, ist der Mann echt Spitze und wenn man einmal mit seinem Pferd Eins geworden ist, braucht man auch keine Hilfsmittel mehr. Und, das Reiten ist viel schöner!!

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Ann-Kathrin (40)
24.05.2011 07:51

Ein Tier ist nix wert - der mensch nochweniger
der besagte herr muss wohl sein aufmerksamkeitsdeffizit mit dem pferd kompensieren - armer tropf...
ich bin für strafverschärfung unter anderem für tierquäler, da sich diese überhaupt nicht wehren können.
viele menschen sind leider nur genetischer abfall.

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20er (814)
24.05.2011 07:50

Typisch Bund und Gemeinde!
Vertuschen, vertuschen und vertuschen. Pülcherein und Tierquälerei betreiben, aber Alles verheimlichen und dann wenn einmal Etwas auffliegt sofort zum Gegenschlag ausholen und mit Klagen mundtot machen.
Man sollte diesen Tierquäler ohne wenn und aber in den Knast stecken und fristlos kündigen!!

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siska (1121)
26.05.2011 07:47

Antwort auf Typisch Bund und Gemeinde!
Weiss auch nicht, woher hier so manche, die für diesen sog. Oberbereiter die Lanze brechen, die Infos über ihn haben. Mir ist egal, was der für einen Titel führt - ein Titel ist nicht alles im Leben,wenn man dann glaubt, die Macht über alles zu haben und dementsprechend mit Lebewesen so umgeht. So ist es aber leider in der österr. Bürokratie:sie zählen am meisten, alles andere ist nichts und hat die "Goschn" zu halten.

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siska (1121)
24.05.2011 07:42

Beamte
..oder was auch immer - die haben wohl alle Rechte, auch über die Tiere gestellt, die ihnen eigentlich anvertraut werden. Wenn ein Bereiter nicht sieht, dass es einem Pferd nicht gutgeht - dann sollte er besser das Reiten sein lassen! Mag ja stimmen,dass ein Pferd bei einer Kolik bewegt werden muss, aber doch nicht GERITTEN !!!! Bei uns im Stall hatte auch einmal ein Pferd eine Kolik, da gab es krampflösende Mittel und leichte Bewegung mit langsamen Spaziergängen. Aber wenn es ums Geld geht, ist manchen Leuten halt alles recht....leider!

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