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25.05.2009

Krawalle in Indien nach Tempel-Massaker

In Nordindien kam es am Montag nach dem Blutbad in einem Wiener Sikh-Gebetshaus zu Ausschreitungen. Mindestens zwei Menschen kamen bei den Unruhen im indischen Teilstaat Punjab ums Leben.

Anhänger des am Sonntag in Wien ermordeten Sikh-Gurus Sant Niranjan Dass gingen am Montag in Punjab auf die Straßen und demonstrierten gegen das Blutbad, das Tags davor in einem Wiener Sikh-Tempel angerichtet wurde. Die indische Armee wurde in die Krisenregion entsandt und verhängte eine Ausgangssperre.


Die Protestierenden zündeten Züge, Busse und Autos an, blockierten Bahnstrecken und Straßen und warfen mit Steinen auf Passanten. Zwei Menschen kamen bei den Krawallen in Nordindien ums Leben.


Regierung stoppt TV-Berichterstattung

Die indische Regierung setzte daraufhin die Nachrichtenberichterstattung über die Vorfälle in Punjab aus, um eine Eskalation der Krawalle zu verhindern. Zudem rief Punjabis Ministerpräsident Parkash Singh Badal die Bevölkerung zur Ruhe auf. Gleichzeitig forderte er die Zentralregierung in Neu-Delhi auf, Kontakt mit der österreichischen Regierung aufzunehmen, um sicherzustellen, dass die Schuldigen bestraft würden.


In Wien laufen die Ermittlungen nach dem Blutbad auf Hochtouren. Über die mutmaßlichen Täter wurde U-Haft verhängt. Innenministerin Maria Fekter äußerte sich nach der Schießerei: "Wir bekämpfen auf das Entschiedenste alle Radikalisierungs-Tendenzen". Eine Arbeitsgruppe werde sich nun "der Gefahren-Abwehr von Religionsfanatikern verstärkt widmen." Ewald Stadler, BZÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, fordert ein Einreiseverbot für "Problemgurus und Hassprediger".


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