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10.04.2011

Mister Wiener Linien, fahren Sie selbst mit der U-Bahn?

Eine Stunde lang war am vergangenen Donnerstag die Leitung in der „Heute“-Redaktion geöffnet – und das Telefon stand keine Sekunde still. Unsere Leser hatten viel Lob für das mehr als 8000-köpfige Team der Wiener Linien übrig – aber auch zahlreiche Fragen. Geschäftsführer Michael Lichtenegger stand Rede und Antwort. Und er versprach, Verbesserungsvorschlägen nachzugehen.

„Es ist uns besonders wichtig, dass wir wissen, was unsere Kunden schätzen – aber auch stört“, freute sich Lichtenegger auf die zahlreichen Anrufer.

- So ärgert sich Herr Kulik aus Favoriten über die Verspätungen der Linie 6. „Das ist ein bisschen unser Sorgenkind, weil bei viel Verkehr die Straßenbahn immer sofort betroffen ist. Unsere Experten haben bereits Änderungsvorschläge ausgearbeitet“, verspricht Lichtenegger eine baldige Besserung.

- „Nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel eigentlich selber auch?“, wollte Herr Gruber aus der Josefstadt wissen. „Natürlich! Wenn ich Termine in der Stadt habe, steige ich immer auf Bus, Bim oder U-Bahn um. Ich bin einer der täglich mehr als zwei Millionen Passagiere“, so Lichtenegger.

- Frau Schaller aus Simmering wollte einfach nur einmal loswerden, dass „ich glückselig bin, dass wir in Wien so ein tolles Öffi-Netz haben und die Bim- und Busfahrer immer so geduldig sind, wenn ich noch einsteigen möchte“. Natürlich leitet Lichtenegger das Lob an seine Mitarbeiter weiter.

- Wie auch die Frage von Herrn Abel aus Alsergrund: „Teile der U6-Station Alser Straße sind wirklich nicht mehr schön. Wieso wird hier nichts gemacht?“ Lichtenegger selbst wird sich nun mit seinen Bauexperten die Situation in der denkmalgeschützten Otto-Wagner-Station ansehen.

- Ein Problem mit überfüllten Bim-Garnituren hat Frau Bradengeier aus Ottakring: „Ich fahre viel mit den Öffis, bin auch wirklich zufrieden. Allerdings: Egal, zu welcher Uhrzeit ich mit der Linie 46 fahre, es herrscht immer ein Gewusel.“ Auch hier hat Lichtenegger eine Lösung parat: „Die Intervalle werden der Fahrgast-Kapazität angepasst. Sollte das in diesem Fall nicht passen, werden die Intervalle verkürzt.“

- Kebab, Leberkäsesemmel und Pizzaschnitte sind Herrn Feldner aus Landstraße ein Dorn im Auge: „Warum kann essen und trinken nicht einfach verboten werden? Alles stinkt danach, das ist unerträglich.“ Doch von Verboten hält Lichtenegger nicht viel, denn: „Verbote muss man exekutieren. Bei mehr als zwei Millionen Fahrgästen ist das einfach nicht möglich. Wir appellieren an jeden Einzelnen, sich an die Spielregeln zu halten.“

- Frau Zobel aus Simmering fällt seit einem Unfall auf: „Ich bin mit Krücken unterwegs und die Linie 71 hat zu wenig Niederflur-Garnituren.“ Pro Jahr werden laut Lichtenegger 20 neue Garnituren angekauft, die in der gesamten Stadt eingesetzt werden: „Unser Ziel ist es, dass auf jeder Linie jede dritte Garnitur ein ULF ist.“

- „Ich bin generell sehr zufrieden mit den Wiener Linien. Aber die Beißkorbpflicht wird meiner Meinung nicht ausreichend kontrolliert“, findet Frau Bauer. „Unsere Mitarbeiter sprechen alle an, die mit Hund, aber ohne Beißkorb in den Öffis unterwegs sind. Leider gibt es immer wieder Halter, die sich nicht betroffen fühlen“, erklärt Lichtenegger der „Heute“-Leserin.

Barbara Jandl

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2 Kommentare von unseren Lesern

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unbekannt (545)
11.04.2011 08:20

Netz
Wir haben sicher ein sehr gutes Öffi Netz in Wien.
Aber bei den alten Gebäuden von Otto Wagner, gehört so einiges auf den Stand der Zeit gebracht.
z.B in der Burggasse sind die Stufen echt eine Zumutung, wenn man schwer schleppt oder einfach gebrechlich ist.
Die Flügeltüren beim Ausgang sind echt schwer, ein Wunder, dass hier noch niemand verletzt wurde, ausserdem extrem unpraktisch.
Die U6 Garnituren die jetzt fahren sind ungemütlich mit Ihren Plastiksitzen, man hätte die Strecke für Silberpfeile adaptieren sollen, während man das Denkmalamt irgendwo in ein dunkles Kammerl sperrt. (ich mag Euch nicht vom Denkmalamt, immer nur bestimmen nix zahlen pfui)

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skyrider (830)
11.04.2011 03:29

Man braucht nur den Artikel quer zu lesen . . .
schon springt einem die windelweiche Art der Antworten ins Auge, mit welcher die WL-Dion in der Erdbergstraße den Problemen aller Art, ausweicht!
Die studierte Fachlichkeit für die geschäftliche Unternehmungsführung, bleibt diesem Herrn unbenommen - aber die Beantwortung der erforderlichen Praxis, ist bei ihm in völlig falschen Händen! VERBOTE sind dazu da, um den einen Teil der Kunden vor jenem zu schützen, der die Kundenmehrheit durch Egoismus und Mißachtung sämtlicher Geselschaftsordnungen, bedrängt und zur Duldung dieses Egoismus, NÖTIGT! Das sollte sogar einem Doppel-Akademiker klar sein müssen! Denn diese Kundenmehrheit und deren Steueraufkommen, begründet das Vorhandensein eines Verkehrsunternehmens - und nicht jene Außenseiter, die von Praxis-unbeteiligten Akademikern in Schutz genommen werden! Gesetze werden durch den Nationalrat festgelet - und unterliegen keiner
"Wischiwaschi-Beurteilung" irgendeines Geschäftsführers!


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