Wien

Rasen-Skandal am Heldenplatz

Die Hackschnitzel der Fanzone hatten ganze Arbeit geleistet. Um 300.000 Euro mussten nach der EURO die Wiesen am Heldenplatz saniert, musste ein neuer Rollrasen verlegt werden.

Rasen droht zu ersticken
„Wir haben dann wegen des öffentlichen Drucks den Rasen zu früh freigegeben“, ist Markus Wimmer rückblickend überzeugt. Die Leistungsschau des Bundesheeres im Oktober 2008 gab dem Grün den Rest. Im Vorjahr konnte man noch mit kleineren Arbeiten den Rasen erhalten. Die Kosten dafür: 30.000 Euro. Doch durch die starke Beanspruchungen ist es zu Verdichtungen im Boden gekommen. Regenwasser kann nicht abfließen, der Rasen droht zu ersticken.

Sport am Rasen verboten
Die Wiesen müssen daher in den nächsten Wochen komplett abgegraben und in verschiedenen Schichten von Schotter und Erde neu aufgebaut werden. Darüber kommt wieder ein Rollrasen, der jetzt aber länger anwachsen darf. Bis Ende Juli werden daher die Flächen gesperrt. 50.000 Euro wurden schon jetzt investiert, Experten rechnen aber mit mindestens doppelt so hohen Kosten. Nur zwei Jahre nach der ersten Sanierung müssen also wieder 100.000 Euro in die Hand genommen werden.

In Zukunft sollen daher weniger Veranstaltungen stattfinden. Dazu wird Sport am Heldenplatz verboten, die neu sanierte Fläche wird strenger kontrolliert. Facebook-Kritikern richtet Wimmer aus: „Wir sind auch für die Freiheit der Wiesen – von Müll, Fahrrädern und Sportlern!“

Elias Natmessnig


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