Wiener Nachtclub startet mit Belegen

Registrierkassen-Pflicht gilt auch für Sex-Lokale

Sex-Bar Registrierkasse

Die Rotlicht-Größen Josef (li.) und Roman Stern mit Laufhaus-Manager Peter Laskaris. Sexpraktiken müssen am Bon angeführt werden.

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Die Rotlicht-Größen Josef (li.) und Roman Stern mit Laufhaus-Manager Peter Laskaris. Sexpraktiken müssen am Bon angeführt werden.

Nächster Akt in der Registrierkassen-Posse: Künftig muss auch das Rotlicht schwarz auf weiß ausweisen, was Gäste vernascht haben. "Heute" machte einen Test im Wiener Nachtclub "Maxim".

Das Finanzministerium will nun genau wissen, was in Österreichs Séparées geschieht – und zwar bis ins kleinste Detail. "Ab Mai müssen auch wir die Registrierkassenpflicht umsetzen", sagt Rotlicht-Baron Josef Stern beim "Heute"-Nachtlokalaugenschein im Club "Maxim".

Juniorchef Roman Stern hat das System für den Betrieb in der Kärntner Straße diese Woche bestellt – zähneknirschend, weil noch viele Fragen offen sind. Eine davon: Braucht das "Maxim" 20 Kassen, weil allabendlich ebenso viele Mädchen freiberuflich ihre Dienste anbieten? "Jede hat eigene Tarife – wir geben nur den Mindestsatz von 120 Euro für 30 Minuten vor", erklärt Roman Stern.

Der "Heute"-Beleg spricht eine klare Sprache: Eine spezielle Sexpraktik schlägt mit 250 Euro zu Buche, Sonderleistungen kosten 50 Euro extra, das Glas Champagner kommt auf 19 Euro.

Laufhaus-Manager Peter Laskaris bringt ein weiteres heißes Thema auf den Bartisch: "Wie verrechnen wir zwei Stunden Reden – als Trinkgeld?" Josef Stern besorgt etwas ganz anderes: "Dass die echten Namen und Adressen der Girls am Zetterl stehen sollen, geht aus Sicherheitsgründen absolut nicht."

Spannend wird auch die Verbuchung von Körperflüssigkeiten. Ob diese steuerlich unter Speisen oder Getränke fallen?

Das Rotlicht boniert die letzten Fragen der Menschheit.
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