Anzeigentarife | Jobs bei Heute

Heute im Brennpunkt: Facebook-Aktie | Songcontest

Einloggen | Registrieren

18.11.2010

Skylink, der Geheim-Bericht: Kritik an Manager-Gagen

Kein Wunder, dass die Stadt Wien diese 238 Seiten nicht veröffentlichen wollte: Der Rechnungshofbericht zum Bau des neuen Airport-Terminals Skylink (GZ 003.573/031-S3-5/10) dokumentiert knallhart alle Missstände. Dass sich etwa die Kosten auf (bisher) 952 Millionen Euro verdoppelten. Dass Manager viel zu viel kassierten. Dass Politiker die Airport-Chefs ernannten. „Heute“ hat das Dossier.

Jeweils 20 % der Aktien der Flughafen Wien AG werden von der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich gehalten. Genau deshalb (und durch diese Machtverhältnisse begründete Personalentscheidungen) ist der Rechnungshofbericht GZ 003.573/031-S3-5/10 nun so unangenehm für die Landesregierungen – und für jeden Steuerzahler sehr aufschlussreich. Zitat aus dem RH-Dossier: „Die beiden Syndikatspartner Land Niederösterreich und Stadt Wien nahmen durch Syndikatsbeschlüsse auf die Bestellung des Vorstands wesentlichen Einfluss nicht nur über die Vorgangsweise der Bestellung, sondern auch mit der Auswahl der Personen.“ Was nichts anderes heißt: Politiker ernannten die Vorstände der Aktiengesellschaft.

Schwere Mängel
Nächster Kritikpunkt: die Kostenüberschreitung beim Bau des 720 Meter langen Terminal-Ungetüms. Zitat: „Bei schweren Planungs-, Koordinations- und Durchführungsmängeln und einer Bauverzögerung von 4,5 Jahren haben sich die geschätzten Kosten inklusive aller Investitionen auf 952 Millionen Euro mehr als verdoppelt.“ Das Gesamtprojekt Skylink sei damit laut RH-Experten bereits jetzt „an den Grenzen der Wirtschaftlichkeit“(Zitat).

Ein weiterer RH-Rüffel trifft die Manager – und jene, die deren Verträge genehmigt haben: „Die Vergütung der Vorstandsmitglieder lag 2007 mit je 423.100 Euro über den Medianwerten.“ 30.221 Euro monatlich pro Vorstand? Auf anderen Großflughäfen verdienen Manager (laut RH) 243.000 Euro. Hat damit wirklich jeder Wiener Airport-Boss pro Jahr 180.000 Euro zu viel erhalten?
Dass mit den neuen Fakten zum Skylink-Skandal die Politdebatte um die Verantwortlichkeit erneut beginnt, ist klar.

Richard Schmitt

News für Heute?


Ort des Artikels


Verwandte Artikel

32 Euro für jeden "Statisten"
Skylink sucht Testpassagiere

Arbeitsamt wehrt sich
Rechnungshof-Prüfer kritisieren AMS


3 Kommentare von unseren Lesern

0

clavacs (35)
19.11.2010 15:00

Unvermögen
Stellt sich die Frage, wer sich daran aller bereicherte und bereichert, stimm das mit den 17 Fußballfledern dann sprechen wir etwa über 100 000 m² BGF, meinen Erfahrungen nach dürften demnach die Kosten allenfalls bei 500 bis 600 Mio € liegen, also ist das Projekt doppelt so teuer als es sein sollte, eine Wirtschaftlichkeit ist demnach nicht gegeben ...

0

Hugoport (514)
19.11.2010 14:56

Na klar was sonst ?
Das wichtigste für die Manager ist das ABKASSIEREN ! Dafür sollen sie auch noch was leisten ? Was glaubt denn das gemeine Volk eigentlich ? Daher guter Tipp bei der nächsten Wahl abwählen !!!!!!

0

ottakringeri... (1120)
18.11.2010 21:28

hätte ....
....bei der letzten gemeinderatswahl in wien eine andere partei als ROT/GRÜN die mehrheit, würden wir (die bevölkerung) HEUTE schon alle fakten klar auf dem tisch liegen haben.

(aus diesem grund wird die SPÖ in wien niemals mit den wahlgewinnern FPÖ zusammenkommen......)

die SPÖ hat PANISCHE ANGST, das ihre korruption auf kosten der bevölkerung, öffentlich gemacht wird.

WienHeute


TopHeute


MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


Wien Wetter

<

Linz

Max: 26°
Min: 21°

>

VideoHeute



Impressum | AGB | Presse | Kontakt