160 km/h-Verfolgungsjagd

"So wurde mein Bruder zum Autoraser von Wien"

Verteidiger des Rasers

Stefan W. landete an einer Laterne nach der wilden Verfolgungsjagd durch Wien - sein Bruder Thomas stellt ihm den Anwalt Hofstätter zur Verteidigung.

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Verteidiger des Rasers

Stefan W. landete an einer Laterne nach der wilden Verfolgungsjagd durch Wien - sein Bruder Thomas stellt ihm den Anwalt Hofstätter zur Verteidigung.

Am Wochenende beging Stefan W. (22) den zweiten schweren Fehler seines Lebens: Er brach nachts in Hernals in einen Firmenwagen ein und flüchtete in seinem BMW vor der alarmierten Polizei – mit bis zu 160 km/h und quer durch vier Bezirke.

Der wahnwitzige Tritt aufs Gaspedal hat Schlagzeilen gemacht – und Stefan W. zum U-Häftling. Wer in einer Zelle landet, fällt niemals weich. Aber Stefan W. hat Glück. Denn sein Bruder Thomas (24) steht zu ihm und stellt ihm mit Normann Hofstätter einen der besten Strafverteidiger zur Seite. Im Gespräch mit "Heute" will der Bruder "nichts entschuldigen, aber erklären": "Stefans erster schwerer Fehler war, dass er Drogen genommen hat. Er war damals arbeitslos und hatte die falschen Freunde. Seither war er oft wirr und ständig in Geldnot."

Auch am Tag der Tat war der Wiener so high von "Somnubene"-Tabletten, dass er den Wagen der Fliesenfirma Appel wohl für einen von Apple hielt. Karge Beute: ein Navi und ein Radio. Bruder Thomas: "Auf der Flucht geriet er dann in Panik. Er hat ja nicht einmal einen Führerschein." Anwalt Hofstätter sorgt bereits für einen Drogenentzug.

W. Höllrigl & A. Huber

Themen: Bruder Dieb Raser Wien

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