Mindestsicherung für Flüchtlinge

Stadträtin: "Hier wird eine Neiddebatte angezettelt"

Stadträtin Sonja Wehsely

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Mindestsicherung in Wien statt arbeiten in Salzburg: Das habe eine NGO einer Flüchtlingsfamilie geraten. Nach dem Bericht des Neos-Politikers Schellhorn fordert Stadträtin Wehsely jetzt Infos.

Ein syrischer Flüchtling habe in Gastein einen Hausmeister-Job gehabt, so Hotelier und Nationalratsmandatar Sepp Schellhorn (Neos). Dann ließ er sich von einer NGO beraten. "Als er wiederkam, teilte er mir mit, dass er nach Wien übersiedeln würde", erzählte Schellhorn auch "heute.at". In Wien würde die Familie laut Auskunft der NGO 35.000 Euro Mindestsicherung pro Jahr erhalten.

"Der Abgeordnete Schellhorn erhofft sich wohl, mit dieser Falschinformation Rückenwind für die generelle Deckelung der Mindestsicherung zu erhalten", sagt Stadträtin Sonja Wehsely (SP) zu "Heute". Nachsatz: "Hier wird bewusst mit einer viel zu hohen Summe eine Neiddebatte angezettelt."

In einem Brief an Schellhorn rechnet Wehsely vor, die Familie habe "Anspruch auf Leistungen der Mindestsicherung in der Höhe von rund 20.200 Euro im Jahr." Wehsely fordert, "mir Auskunft über jene NGO zu geben, die solche 'Ratschläge' gibt." Stimme das, gehöre es "abgestellt".

Orte: Wien Salzburg

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