14.10.2009 um 13:26 Uhr Wien

Unsere Studenten: Jeder Zweite ist arm!

Laut der aktuellen Sozialerhebung müssen 46 Prozent der österreichischen Studenten mit weniger als 912 Euro pro Monat auskommen. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) schlägt Alarm: Die Zahl der armen Kommilitonen könnte steigen. Denn: Für die 60 Prozent, die während des Semesters arbeiten gehen, werden die Jobs weniger.
„Die katastrophale soziale Lage der österreichischen Studierenden ist derzeit unser Hauptthema“, sagt ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer. Laut der aktuellen Studierenden-Sozialerhebung müssen 46 Prozent der Kommilitonen mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze (912 Euro) auskommen.

„Wir glauben, dass der Wert leicht steigen wird“, meint Maurer dazu. Die Begründung dafür: In der Krise streichen viele Arbeitgeber die Ferialjobs. Im Wissenschaftsministerium kontert man: Mehr als 200 Millionen Euro seien 2008 an Stipendien ausgeschüttet worden. Die nächste Sozialerhebung erscheint im Frühjahr 2010.

Andreas Rottenschlager

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28 Kommentare von unseren Lesern

"silver." schrieb am 16.10.2009 20:46

Gut gesprochen
eve001, dein Kommentar spricht mir aus der Seele. Obwohl....bedenke dies: man kann nicht wissen, wann und ob der Partner einen verlässt und man dadurch alleinstehend wird...

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"biene-maja" schrieb am 16.10.2009 02:37

Studenten
Liebe w_suzy20!

Hast du eigentlich gelesen was ich geschrieben habe? Wenn man einen Beitrag nicht liest, sollte man ihn auch nicht kommentieren. Hättest du ihn gelesen wüsstest du, dass ich in etwa deiner Meinung bin und müsstest mir meine Worte hier nicht so im Mund verdrehen.

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"eve001" schrieb am 15.10.2009 22:26

Kein Mitleid für die anderen
Irgendjemand hat geschrieben, dass man Mitleid mit einer Verkäuferin haben soll, die drei Jobs gleichzeitig hat. Sorry, aber mit der habe ich kein Mitleid. Sie hätte nur mehr lernen müssen, dann wäre sie nicht nur Verkäuferin.

Und Alleinerziehende Mütter? Die hätten es sich auch vorher überlegen müssen, ob sie ein Kind erhalten können. Und nicht von irgendeinem Typen schwängern lassen, der sich nachher nicht mehr blicken lässt und der Staat darf dann für sie und das Kind aufkommen.

Die Studenten sollten mehr Förderung bekommen, nicht die faulen Arbeitslosen und ach so armen Mütter ... Schließlich stellen Studenten unsere geistige Elite von morgen dar, nur im Moment treten wir sie mit Füßen.

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"res" schrieb am 27.10.2009 10:12

Antwort auf Kein Mitleid für die anderen
überleg immer noch ob der Kommentar von eve001 nur ein ganz ganz schlechter scherz sein soll.
Zum Punkt alleinerziehende Mütter: Nicht jeder Mann ist so berechenbar, dass man ihm sofort ansieht, ob er sich bei einer Schwangerschaft feige schleicht. Und außerdem, eine alleinerziehende Mutter muss nicht beabsichtigt verlassen worden sein!!!
Ums vorweg zu sagen, ich bin auch Student, aber ich sehe Studenten nicht unbedingt als die geistige Elite; man sieht leider viel zu oft, dass studieren nicht gleich lernen heißt. Nur weil man ein paar Prüfungen schafft, ist man nicht intelligenter als jemand, der ohne Studium arbeitet.
Und es ist so, Studenten wird viel in Arsch geschoben, allein durch viele Vergünstigungen. Und auch ich habe nie 912€ monatlich zu Verfügung, bei Weitem nicht, zähl mich aber absolut zu den begünstigsten Menschen in diesem Land. Ich weiß nicht, was man als Standardstudent ohne Kind tun muss, um 912€ im Monat zu verbrauchen.

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"BuenaOnda" schrieb am 15.10.2009 22:07

"hartes Studentenleben"
Ich studiere und arbeite nebenbei, gute Studenten- bzw. Teilzeitjobs sind rar, in der Regel mieser Stundenlohn, freie Verträge, kein Urlaubsanspruch, etc., Praktika sind meistens nichts anders als die Ausnutzung als billige Arbeitskraft, die Unternehmen können mit einem ja machen was sie wollen! Ich finde hier sollte einmal die Politik ansetzen und die Unternehmen unter die Lupe nehmen und das nicht nur im Bezug auf Studenten!!!

Nach meiner Arbeit muss ich entweder auf die Uni oder lernen, nach meinem Arbeitstag gibt's somit keinen Feierabend, sondern dann beginnt erst meine eigentliche Tätigkeit, das Studieren. Aber ich nehme den ganzen Stress und die Belastungen gerne in Kauf. Wie heißt's so schön? Ohne Fleiß kein Preis, später werden sich meine Mühen bezahlt machen

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