Wien

Verdeckter Ermittler: Polizist Geisel der Drogen-Mafia!

Dienstag um 17 Uhr erfolgte der zeitgleiche Zugriff in Wien und Niederösterreich. Eine halbe Stunde zuvor war ein verdeckter Ermittler (43) des Bundeskriminalamts aufgeflogen, in Lebensgefahr geraten. Er wurde von einem Mitglied der Drogenmafia-Bande in einem Hotel im Wiener Bezirk Leopoldstadt als Geisel genommen, gefesselt, mit einer Pistole bedroht – Todesangst. Doch: Weil er wusste, dass in Kürze die Cobra anrücken würde, spielte er auf Zeit, konnte befreit werden.

Neben dem Hotel stürmten die Elite-Cops auch noch einen Teil des Wiener Donauzentrum-Shoppingcenters und eine stillgelegte Fabrikshalle in Stockerau (NÖ). Insgesamt konnte die Rekordmenge von 206 Kilo Kokain im Wert von 50 Millionen Euro sichergestellt, sechs Peruaner (30–60) verhaftet werden. Sie sollen Teil eines international operierenden Drogen-Kartells sein. Ein Fahnder: „Es gibt noch sehr viele Hintermänner.“

Seit einem halben Jahr waren Bundeskriminalamt und das Stadtpolizeikommando Schwechat (NÖ) mit insgesamt 70 Beamten der Bande auf der Spur. Vor drei Wochen wurden am Wiener Flughafen nach einem entscheidenden Tipp sieben Sporttaschen mit Kokain gefunden. Die Kripo observierte die Kuriere, die die für den österreichischen Markt bestimmte Ware abholten – konnte so die peruanischen Dealer festnehmen.

Armin Bach


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