Massive Umsatzrückgänge

Wirtschaft warnt: 101 Demos legten Ringstraße lahm!

Milch-Demo

Bauern-Demo am Wiener Ring wegen Abschaffung der Milchquote

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Bauern-Demo am Wiener Ring wegen Abschaffung der Milchquote

Die Wiener Ringstraße ist die am häufigsten gesperrte Straße Europas. 101 Demos legten 2015 den Innenstadtverkehr lahm. Auch am Samstag (27. Februar) wird demonstriert, ein Protestzug unter dem Motto "Föderation der Aleviten" ab 14 Uhr wird zur Sperre der Ringstraße führen. Wirtschaftskammer-Spartenobmann fordert endlich Reduktion der Ringstraßen-Sperren.

Was die Sperren der Ringstraße anbelangt, sei keine Trendumkehr in Sicht. Leidtragende sind die Geschäftsleute. "Die Wiener Innenstadt wird zur Dauer-Demozone. Den Kunden vergeht die Lust, in der Stadt einkaufen zu gehen. Und zwar nicht nur an den Tagen, an denen der Ring tatsächlich gesperrt wird. Denn je öfter man im Stau steht, desto seltener wird man dorthin fahren wollen“, sagt Spartenobmann Trefelik. Er geht von einem bleibenden Schaden für die Geschäftsleute der Inneren Stadt aus. Auch, dass hauptsächlich zu den umsatzstärksten Zeiten – nämlich Freitag- und Samstagnachmittag – demonstriert wird, trage zur Belastung bei.

Laut Meldungen von Betrieben, ist an Tagen mit Ringstraßensperre bis zu 50 Prozent Umsatzrückgang zu verzeichnen. Trefelik fordert die Politik zum Handeln auf. Es gehe "nirgendwo geschrieben, dass jede Demo in Wien über den Ring führen muss. Es geht um Augenmaß und Verhältnismäßigkeiten. Man stelle sich nur vor, die Autobahnabfahrt zur SCS wird hundert Mal im Jahr gesperrt - der Aufschrei wäre enorm."

Statistik: Sperren nehmen zu
Seit 2010 haben Veranstaltungen und Demos in der Wiener Innenstadt deutlich zugenommen. Kam es damals durchschnittlich jeden sechsten Tag zu einer Ringsperre, so wird mittlerweile durchschnittlich jeden dritten bis vierten Tag der Ring zumindest teilweise gesperrt.

Themen: Demo Ringstraße

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