Bewährungsstrafen Wien

Drei Verurteilungen in AKH-Zivildieneraffäre

AKH-Skandal Prozess

Die Angeklagten im AKH-Skandal kurz vor dem Prozessbeginn

AKH-Skandal Prozess

Die Angeklagten im AKH-Skandal kurz vor dem Prozessbeginn

Der langjährige Personalchef des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH) sowie die ehemalige Pflegedirektorin sind am Donnerstagnachmittag in der Zivildieneraffäre schuldig gesprochen worden. 18 Monate bedingt lautete die Strafe für den Personalchef - sollte sie rechtskräftig werden, bedeutet dies den Verlust des Arbeitsplatzes.

Die Ende 2007 aus dem AKH ausgeschiedene Pflegedirektorin erhielt sechs Monate bedingt. Zu einem Jahr bedingt wurde auch einer der Geschäftsführer der Reinigungsfirma AGO verurteilt, die vom AKH drei Mitarbeiter als Zivildiener anfordern hatte lassen. Die Mitarbeiter waren aber nur an wenigen Tagen im AKH tätig, arbeiteten vielmehr weiterhin in der EDV-Abteilung der Putzfirma.

Das Gericht wertete das Vorgehen des Geschäftsführers als Anstiftung zum Amtsmissbrauch - zumal er direkt beim AKH-Personalchef interveniert und seinem eigenen Sohn den Zivildienst erspart hatte. Der aktuelle Pflegedirektor, eine Stationsschwester und zwei Oberpfleger wurden freigesprochen. Sie hatten den nur am Papier vorhandenen Zivildienern falsche Dienstpläne, Bilanzen und Praxisnachweise ausgestellt. Alle Urteile sind noch nicht rechtskräftig.


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