Raketen, Piraten & Co Wien

Wenn Silvesterknaller gefährlich werden

Wenn Silvesterknaller gefährlich werden

Explosion illegaler pyrotechnischer Gegenstände im Kofferraum eines Autos (© BK / Frasl)

Explosion illegaler pyrotechnischer Gegenstände im Kofferraum eines Autos
Explosion illegaler pyrotechnischer Gegenstände im Kofferraum eines Autos
Jedes Jahr zu Silvester landen drei Tonnen Feuerwerkskörper bei der Polizei. Raketen, Kracher und Co, die gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstoßen, müssen beschlagnahmt und von Entschärfungsspezialisten zerstört werden. Trotzdem kann die Silvesterknallerei gefährlich werden - So bleiben Sie und Ihr Besitz zum Jahreswechsel sicher.

Schon an den Tagen vor Silvester hört man es überall krachen. Was für die meisten ein harmloser Spaß ist, hat allein im vergangenen Jahr zu 290 Anzeigen geführt. Die Feiernden, oft betrunken, haben im Vorjahr doppelt so viele Schäden verursacht wie im Jahr davor. Auch die Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz waren höher als in den Vorjahren.

Feuerwerk Silvesterknaller schauen harmlos aus, sind es oft aber nicht
Silvesterknaller schauen harmlos aus, sind es oft aber nicht
"Gut 80 Prozent der Feuerwerkskörper stammen aus asiatischer Produktion, viele sind per Hand gefertigt. Da kann es immer wieder zu Fehlfunktionen kommen", warnt Entschärfungsspezialist Thomas Csengel. Besonders gefährlich wird es, wenn man selbst Feuerwerkskörper aus dem Ausland importiert, oder an den Knallkörpern herumbastelt. Im Dezember starb ein 17-Jähriger in Liezen, beim Versuch einen Böller zu basteln. Die chemischen Inhaltsstoffe der Raketen können gesundheitsschädlich sein. Dazu kommt, dass viele Feiernden beschwipst bis betrunken mit dem explosiven Material herumhantieren.

Um die Silvesternacht sicher zu überstehen, sollten Sie einige Punkte beachten.
  • Gebrauchsanweisung der Feuerwerkskörper beachten
  • Raketen immer senkrecht nach oben abschießen, nie auf Menschen richten
  • Ist das Leitstäbchen gebrochen, Rakete nicht mehr benützen - auf keinen Fall aus der Hand abschießen!
  • "Zündversager" auf keinen Fall aufheben, sondern liegen lassen
  • Schließen Sie, wenn Sie das Haus verlassen, alle Fenster, Haus- und Balkontüren - "Irrläufer" könnten einen Brand verursachen
In Argentinien verletzten sich diese Weihnachten 200 Menschen mit Knallern, einer starb

Verboten ist die Benützung von Feuerwerks- und Knallkörpern in der Nähe von
  • Krankenhäusern
  • Kinderheimen
  • Alters- oder Erholungsheimen
  • Kirchen
  • Tierheimen
  • Tiergärten
  • generell im Ortsgebiet, außer es gibt eine Ausnahmeregelung durch den Bürgermeister
Verhalten im Unglücksfall: Ruhig bleiben, die Feuerwehr (Notruf 122) oder die Rettung (144) rufen. Brandverletzungen mit kaltem Wasser kühlen. Sollte es zu einem Brand kommen, warnen Sie die Nachbarn und weisen Sie die Feuerwehr ein.

+++ Feuerwerkstrends 2011 +++




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1 Kommentar
siska Veteran (1377)

Antworten Link Melden 0 am 02.01.2012 19:48

Vor Sylvester las ich in einer Ausgabe von "Heute", dass das Knallen und Abschießen von Böllern und Raketen im Wohngebiet - in der Stadt ist das schliesslich überall! - bei strengen Strafen verboten sei.
Was ist ein Gesetz wert, wenn es nicht durchgesetzt und kontrolliert wird? Meiner Meinung nach nicht mal das Papier, auf dem es geschrieben wurde. Und nicht nur, dass man als Unbeteiligter von dem Lärm Kopfweh bekommt, es liegt auch noch lange danach der Dreck
überall 'rum, denn die Verpackungen usw, zu entsorgen - dafür sind sich diese Typen schon zu fein!

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