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11.01.2012
Eis-Lady
Baby gleich nach der Geburt weggenommen
Estibaliz C.: "Grundrecht entzogen" (© Raunig)
Auch in ihren täglichen Liebesbriefen an Lebensgefährten Roland R. (47) war zentrales Thema: "Nur unser Kind gibt meinem Leben noch Sinn." Als in der Nacht auf Mittwoch die Wehen einsetzten, wurde "Esti" aus der Haftanstalt ins Kaiser-Franz-Josef-Spital gebracht. Kurz vor 24 Uhr kam Sohn Rolando per Kaiserschnitt zur Welt – 50 Zentimeter groß, 3,2 Kilo schwer und gesund. Als die Mutter wieder klar sah, fragte sie: "Wo ist mein Baby?" Da war Rolando im Auftrag des Jugendamtes bereits ins Preyersche Kinderspital unterwegs. Seine Mama hat ihn keine Sekunde in den Armen gehalten und darf ihn auch nicht stillen.
Jugendamts-Sprecherin Herta Staffa erklärt die harte Maßnahme mit "Rücksicht auf das Kind". Wegen der hohen Strafdrohung sei Estibaliz C. als Bezugsperson untragbar, eine spätere Trennung aber unerträglich für den Sohn. Für die Anwälte der verzweifelten Eislady, Rudolf Mayer und Werner Tomanek, indes ist die Wegnahme "unmenschlich. Es gibt ein Grundrecht jedes Kindes auf den Verbleib bei der Mutter." In den nächsten Tagen soll Baby Rolando seinem Papa Roland übergeben werden. (© Wolfgang Höllrigl)
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1 Kommentar von unseren Lesern
unbekannt (1)
16.01.2012 16:19
Barbarischer Willkürakt der Justiz
Einem Kind die Mutter vorzuenthalten ist barbarisch und des österr. Rechtsstaates unwürdig! Es ist auch sicher nicht nach dem Gleichheitsprinzip, wenn andere straffällig gewordene Mütter ihre Kinder sehr wohl im Gefängnis betreuen dürften! Das Baby braucht einfach die Mutterliebe, will von der Mutter gestillt werden u. ihre Nähe spüren! Wenn man der Mutter das Kind wegnimmt, bestraft man nicht nur sie sondern in erster Linie auch ihr Kind! Ich plädiere daher an die Menschlichkeit der Justiz, das Kind sofort wieder zur Mutter zu geben!!
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