Aufs Sparen verzichtet? Wien

Rathaus "verschenkt" 588 Millionen Euro!

Rathaus "verschenkt" 588 Millionen Euro!

Sandra Frauenberger mit Michael Häupl (© Hertel)

Frauenberger
Sandra Frauenberger mit Michael Häupl
Scharfe Kritik übt der Rechnungshof am Sparwillen der Stadtregierung. Insgesamt wurden die im Jahr 2005 zwischen dem Bund und der Stadt vereinbarten Sparziele in der Verwaltung um 588 Millionen Euro verfehlt. Das Rathaus beruft sich auf notwendige Mehrausgaben etwa im Bereich der Gesundheit oder Kinderbetreuung.

Sparen sieht anders aus! Zu diesem Ergebnis kommt der Rechnungshof in einem Rohbericht, der die Umsetzung der Verwaltungsreform in Wien genau unter die Lupe genommen hat, wie die Presse berichtet.
Das Ergebnis: 10,8 Prozent – das sind stolze 588,22 Millionen Euro – fehlten auf das definierte Einsparungsziel. Heute fand heraus: Besonders dramatisch waren die Überschreitungen in den Bereichen Spital und Gesundheit (378,92 Mio. Euro) sowie Soziales (172,23 Mio. Euro).

Die Prüfer des Rechnungshofs kritisieren darüber hinaus, dass trotz Verpflichtung zur Überprüfung der Einsparungen eine solche nicht erfolgt ist. Eine Sprecherin der für Personal zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger wollte den (vertraulichen) Bericht nicht kommentieren, verwies im Heute-Gespräch aber darauf, dass der Personalstand mit 65.000 Personen trotz der Übernahme neuer Aufgaben seit zehn Jahren annähernd gleich geblieben sei.


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1 Kommentar
Sunny_Y Veteran (421)

Antworten Link Melden 0 am 01.02.2012 07:21

das mag stimmen - man müsste aber dazu sagen, dass immer mehr Leistungen von Firmen erbracht werden und zwar meist teurer als sie von Bediensteten der Stadt erbracht werden könnten. Und wenn unter Verwaltungsreform das planlose Umorganisieren von Dienststellen gemeint ist, wundert einem nichts mehr. Am Beispiel der IKT-Abteilung der Stadt sieht man, wie man mit einem hochbezahlten Berater innerhalb kürzester Zeit ein derartiges Chaos anrichten kann, dass Kosten hochschnellen, Leistungen sinken und MitarbeiterInnen völlig fertig gemacht werden. Und das wurde bereits mit etlichen Abteilungen gemacht. Wie es möglich ist, über viele Jahre immer wieder nur ein und die selbe Beraterfirma zu beschäftigen, wäre vergabetechnisch auch interessant.

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