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21.02.2012
"Schlauch" wird umgebaut
Karlsplatz-Passage bis Sommer gesperrt
(© Fotolia)
Die Sperre des Verbindungsganges sei nötig, um die teils aufwendigen Arbeiten störungsfrei durchführen zu können, hieß es. Unter anderem werden Boden und Technik vollkommen erneuert. Außerdem wird die bisherige, 70 Meter lange Geschäfts- und Imbisszeile bis zum ersten Halbjahr 2013 verbreitert und auf einer Längsseite dann ein Kunstprojekt beherbergen.
+++ Umleitungsplan für den Karlsplatz +++
Ausschreibung für Kunstprojekt läuft
Abgewickelt wird die Sache über Kunst im öffentlichen Raum (KÖR). Derzeit laufe noch die Ausschreibung, im Lauf des Frühjahrs werde die Jury eine Entscheidung treffen, hieß es. Einige der 20 Mieter hatten sich im Vorfeld gegen ihren Auszug gewehrt, mittlerweile habe man sich aber mit allen geeinigt, versicherte der Sprecher.
Alternativstandorte für Shopbetreiber
Die Wiener Linien hätten den Shopbetreibern teils Alternativstandorte anbieten können bzw. diesen geholfen, andere Geschäftsflächen zu finden. Außerdem wurden Entschädigungszahlungen geleistet. Seit Mitte Jänner wird in der Ladenstraße gewerkt. Mittlerweile sind so gut wie alle Shops ausgeräumt, die leeren Parzellen teils bereits hinter einer blickdichten Schutzwand verschwunden.
"Schlauch" wird phasenweise gesperrt
Die Absperrung des Schlauchs erstreckt sich in der ersten Phase zwischen der Passagentrafik bis zum provisorischen U1-Zugang. Ist der reguläre Zugang wieder geöffnet, wird auch das restliche kleine Stück des Durchgangs gesperrt. Der U1-Abgang wird derzeit erneuert.
Unter anderem wird dort das Niveau abgesenkt, wodurch künftig keine Stufen mehr nötig sein werden. Außerdem wird ein Lift eingebaut. Folglich könne man ab dem Zeitpunkt der kompletten Durchgangssperre trotzdem barrierefrei an die Oberfläche gelangen, um dort den Karlsplatz zu queren.
Umbauarbeiten bis Ende des Sommers
Laut Sprecher ist vorgesehen, dass eine unterirdische Querung ab Ende des Sommers wieder möglich ist. Neben der Passage wird weiterhin schrittweise der gesamte unterirdische Öffi-Verkehrsknotenpunkt, der derzeit noch durch Ostblockcharme besticht, für 21 Mio. Euro bis Anfang 2013 in Richtung "Wohlfühlpassage" aufgemotzt.
Mehr transparente Elemente, technische Neuerungen und moderne Info- und Ticketverkaufsbereiche sollen dem oft als sozialen Brennpunkt verschrienen Areal ein positiveres Erscheinungsbild verpassen. Außerdem wird das denkmalgeschützte Karlsplatz-Rondell in seinen Originalzustand der 1950er Jahre rückgebaut.
Mehr als 200.000 Menschen frequentieren täglich den Öffi-Hotspot, an dem sich u.a. die U-Bahnlinien U1, U2 und U4 kreuzen.
APA/red.
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