Fall Bakary J. Wien

Folter-Polizisten durften in Frühpension gehen!

Polizeifolter

Die in den Fall Bakary J. involvierten Beamten waren in Frühpension gegangen oder sind noch im Dienst

Polizeifolter

Die in den Fall Bakary J. involvierten Beamten waren in Frühpension gegangen oder sind noch im Dienst

2006 erschütterte ein Folter-Skandal die Wiener Polizei: Vier Beamte prügelten den Afrikaner Bakary J. bei einer Abschiebung am Weg zum Flughafen halb tot. Dann versuchten sie, die völlig entgleiste Amtshandlung zu vertuschen. Erst vor Gericht knickten sie unter erdrückenden Beweisen ein und gestanden den Gewaltakt. Folge: bedingte Haftstrafen - und erstaunliche Karrieren.

Denn zwei der Foltercops durften - mit 43 und 48 Jahren (!) - in Frühpension. Die beiden anderen arbeiten jetzt im Landeskriminalamt und bei der Wega, deckt der „Falter“ in seiner neuen Ausgabe auf. Am Dirigentenpult der unfassbaren Entwicklung: die Disziplinaroberkommission des Bundeskanzleramts, ein internes Höchstgericht für Cops auf Abwegen, das nicht öffentlich urteilt.

Nicht nur im Fall Bakary J. erwies sich die Geheim-Instanz gnädig: Auch zwei Polizisten, die Kinderpornos horteten, dürfen laut Falter weiter Dienst tun! Sogar Wiens Polizeiführung ist mit solcher Milde "unglücklich“.


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