Schönbrunn weist Kritik zurück Wien

Orang-Utan nicht artgerecht gehalten?

Orang-Utan

Die Orang-Utan-Dame Mota befindet sich in guten Händen. (© APA)

Orang-Utan
Der Orang-Utan-Dame Mota geht es in Schönbrunn gut.
Die Tierschutzvereinigung EndZOO veröffentlichte am Mittwoch eine Pressemitteilung, in der dem Tiergarten Schönbrunn eine unwürdige und nicht artgerechte Haltung der Orang-Utan-Dame Mota vorgeworfen wird. Heute.at hat die Verantwortlichen mit den Anschuldigungen konfrontiert. Diese weisen die Vorwürfe zurück.

Konkret wird von EndZOO angeprangert, dass Mota wenig bis gar keinen Kontakt mit anderen Tieren habe und dass ihre Unterbringung nicht den tierschutzkonformen Normen entspräche. Heute.at hat darauf hin beim Tiergarten nachgefragt.

"Wohl der Tiere an erster Stelle"
Für Harald Schwammer, zoologischer Abteilungsleiter und stellvertretender Direktor im Tiergarten Schönbrunn, sind die Vorwürfe haltlos: "Für den Tiergarten Schönbrunn steht das Wohl der ihm anvertrauten Tiere an erster Stelle." Mit 48 Jahren sei Mota eines der ältesten Orang-Utan-Weibchen Europas. Daher sei es besonders schwer, sie in eine Gruppe zu integrieren. Orang-Utans leben in einer sogenannten halb-offenen Gesellschaft, deshalb sei es für sie auch kein Problem, Einzelgänger zu sein.

Schlechte Erfahrungen mit anderen Tieren
"An ihrem ursprünglichen Ort hat Mota sehr schlechte Erfahrungen mit dem Männchen gemacht und ist 2009 von einem holländischen Zoo nach Schönbrunn gekommen, da man dringend einen guten Platz für sie gesucht hat. Mit  Schönbrunn könne man eine neue, sehr gut strukturierte und dem österreichischen Tierschutzgesetz entsprechende Anlage vorweisen", so Schwammer weiter.
 
Lebensabend
Mota genieße im Tiergarten Schönbrunn ihren Lebensabend – und  den Umstand, dass sie nicht gezwungen sei, sich mit Artgenossen auseinander zu setzen. Auch den Vorwurf der Langeweile weist man in Schönbrunn entschieden von sich: Mota habe einen engen Kontakt zu ihren Pflegern.

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2 Kommentare
Paul111 Routinier (18)

Antworten Link Melden 0 am 17.04.2012 09:20

Waren die Mitarbeiter von Endzoo wieder in Österreich in Urlaub?
Man kennt die Verhältnisse nicht wirklich und sucht sich einen Einzelfall heraus, ohne den Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen. Mota ist alt, sehr alt. Mota hat Probleme in der Gruppe gehabt und hat jetzt ihren Altersruhesitz. Mota ist nicht alleine. Das Gehge entspricht den gesetzlichen Forderungen.

Das alles interessiert ENDZoo nicht. Man will nur in die Presse kommen.

20er Veteran (1003)

Antworten Link Melden 0 am 06.04.2012 16:07

würde sich der Affe im Wr. Rathaus wohler fühlen????

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