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12.04.2012
Für Wenigverdiener
Hier eröffnet Österreichs größter Sozialmarkt
Und so sieht der Markt von innen aus (© APA)
Sozialmarkt-Gründer Alexander Schiel hat am Donnerstag die neue Niederlassung präsentiert, in der Menschen mit niedrigem Einkommen einkaufen dürfen. Schiel versicherte bei der Gelegenheit, dass es weiterhin keine abgelaufenen Produkte zu kaufen geben werde.
Unternehmer Ali Rahimi (l.) und Moderator Dominic Heinzl setzten sich für den Sozialmarkt ein (© APA)
Ermöglicht wurde die Eröffnung eines weiteren Markts durch die Initiative "Bekannte Menschen gegen bekannte Probleme", die von Moderator Dominic Heinzl ins Leben gerufen wurde: "Alexander Schiel hat mich bei einer Charity-Tour von Harley-Davidson ersteigert und mir von diesem Projekt erzählt." Kurze Zeit später sei man in einem Kaffeehaus zusammen gesessen und habe überlegt, wie man den Verein Sozialmarkt Wien unterstützen könnte.
Zahlreiche Veranstaltungen und Events wie etwa ein Promi-Flohmarkt in den Wiener Ringstraßen Galerien oder ein Charity-Abend in den Räumlichkeiten von Unternehmer Ali Rahimi folgten und brachten letztendlich eine Summe von rund 93.510 Euro an Spendengeldern ein - mehr als sich Schiel und Heinzl je erwartet hatten: "Für einen reinen Wareneinkauf wäre so viel Geld Verschwendung gewesen, also beschlossen wir, einen dritten Markt zu eröffnen."
Keine abgelaufenen Produkte
Ohne die Unterstützung von vielen bekannten Handelspartner wäre das Projekt Sozialmarkt aber nicht machbar, hieß es: "Ich bin sehr stolz, dass wir kein Produkt haben, das abgelaufen ist. Die Firmen bieten mir vergünstigte Waren an und ich biete sie zu diesem Preis unseren Kunden an", begründete Schiel den Erfolg seiner Filialen.
"Mir gefällt, dass es hier Markenprodukte und Pflegeartikel gibt, nur günstiger eben", zeigte sich Ali Rahimi positiv überrascht. "Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen." Die Produkte können laut Schiel bis zu zwei Drittel billiger in den Sozialmärkten erworben werden.
Wer weniger als 900 € verdient, darf einkaufen
Im dritten Sozialmarkt des Vereins - neben den bereits bestehenden in Favoriten und Hernals - gibt es aber auch Platz fürs Kennenlernen: "Wir haben ein Cafe mit Stehtischen integriert, wo die Menschen plaudern oder Rezepte austauschen können", hob Schiel hervor. Insgesamt zeigte sich der Sozialmarkt-Chef erfreut, dass sich die Menschen nicht mehr schämen, weniger Geld zu haben als andere. Trotzdem sei er erst dann glücklich, wenn er wieder alle Sozialmärkte schließen könnte, weil es keinen Bedarf mehr gebe.
Der Verein Sozialmarkt Wien zählt derzeit 27.000 Mitglieder. Für den Einkauf in einer Filiale sind all jene Menschen berechtigt, die im Monat ein Nettoeinkommen unter 900 Euro haben. Dies muss der Kunde beim ersten Mal mittels Gehaltszettel oder Arbeitslosenbestätigung und Meldezettel nachweisen. Die Anzahl der Produkte pro Person ist zudem begrenzt.
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3 Kommentare von unseren Lesern
Ricky (393)
13.04.2012 19:20
Traurig!!!!!!!!!
Ich find es einfach nur traurig das Wien immer mehr solcher Märkte braucht. Die Armut d.Leute wird immer schlimmer u.diese Versagerpartei Rot-Grün klopft sich wie ein Affe auf die Brust u.brüllt immer wieder wie gut sie sind, u.das Gegenteil ist der Fall. Was soll man davon halten? Ich komme mir nur mehr verarscht vor.
20er (955)
12.04.2012 23:39
Super!
Endlich wieder etwas Positives in dieser Stadt und solche Märkte sollte es noch viel mehr geben.
BRAVO, Gefällt mir wirklich!
siska (1353)
14.04.2012 17:24
Antwort auf Super!
immer noch besser,als übriggebliebenes einfach wegzuschmeissen!ich habe zwar auch nicht sehr viel,aber es hält mich davon ab,dass ich nur geringe mengen nehmen kann und somit eingeschränkt werde.die einwanderer wissen es sich aber auch dabei zu richten:sie tauschen einfach die karten untereinander aus!das wurde schon oft beobachtet!und jetzt nichts schönreden und leugnen,ihr guties!
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