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19.04.2012

Gegen Antisemitismus

Lueger-Denkmal wird "gekippt"

Lueger

Ein am Computer bearbeitetes Foto zeigt das Denkmal nach dem "Kippen". (© APA)

Nach dem Bekanntwerden der Umbenennung des Lueger-Rings tritt nun auch eine andere, schon länger geplante Aktion in Kraft. Bereits 2010 wurde ein Entwurf für die Umgestaltung des Lueger-Denkmals in Auftrag gegeben. Nach Verzögerungsaktionen seitens der Stadt Wien sollen nun endlich Taten folgen und das Lueger-Denkmal gekippt werden.

+++ FPÖ über Umbenennung der Ringstraße erbost +++

Der prämierte Umgestaltungsentwurf von Klemens Wihlidal sieht vor, Statue und Sockel um 3,5 Grad nach rechts zu neigen. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass der Entwurf die Unsicherheit der Stadt Wien im Umgang mit Karl Lueger verdeutliche und den aktuellen Stand der Diskussion zeige. Die Schieflage verweist auf den problematischen Umgang der Stadt Wien mit ihrer antisemitischen Vergangenheit. Durch den Eingriff wird der vertikale Charakter des Monuments gebrochen und der Mythos um Lueger als Vaterfigur Wiens hinterfragt.

Lueger (1844 bis 1910) sei nicht nur ein "kommunaler Erneuerer" gewesen - der frühere Wiener Bürgermeister hatte kommunale Dienstleistungen wie die Wasser- und Energieversorgung und das Straßenbahnnetz von Grund auf neu organisiert -, sondern gelte auch als "Begründer des modernen Antisemitismus", so Mailath-Pokorny, Wiener Stadträtin. Außerdem gebe es Belege für die Wissenschaftsfeindlichkeit des ehemaligen Stadtoberhaupts, wonach er etwa Universitäten als "Brutstätten der Religions- und Vaterlandslosigkeit" verunglimpft habe.

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3 Kommentare von unseren Lesern

1

Eito (3)
20.04.2012 09:16

wie stehts mit der Gegenwart?
Dies ist bezeichnend für unsere Zeit, ein paar "Superschlaue" finden immer etwas aus der Vergangenheit, was man umdrehen/schiefstellen müsste. Nur nicht in die Gegenwart "blicken" und ev.da einmal, (z.b.an den vielen Staaten, wo heute noch definitiv Menschenrechte, mit "Füssen" getreten werden, ... gibt so viele!!) anstreifen..Weil dann könnte man ja ev. diplomatisch oder wirtschaftliche Nachteile davon erwarten!! "Bravo", wieder einmal gut abgelenkt von aktuellen Problemen!! Im Prinzip begehen unsere Führungs-Verantwortlichen heutzutage, haargenau die selben "Fehler", wie ihre heute ins "schiefe" Licht geratenen, schon längst verstorbenen Vorgänger!!

1

20er (1003)
19.04.2012 23:13

Die Reaktion....
der Grünen weil die Dieselsteuer nicht in Kraft tritt und jetzt müssen Sie sich halt austoben, die Gründoderln.
Erst den Lueger Ring umbennen und jetzt den Angriff auf sein Denkmal. Wenn nicht bald Etwas in dieser Stadt geschieht, ruinieren die Grünen noch ganz Wien und bald schon müssen sich vielleicht Alle mit altdeutschen Namen umbennen lasse, weil ja...
Ich frag mich nur, wann dieser grüne Wahnsinn endet??

1

franzjosef08... (538)
19.04.2012 22:29

Bitte auch mit Che Guevara!
Der brachte nämlich mit seiner revolutionären
Ideologie auch Menschen um nur um ans Ziel zu kommen.

Halte es hier wie der Wiener BZÖ-Chef der meinte man könne auch den Julius-Tandler-Platz, Karl-Marx-Hof
(Karl Marx wird ebenfalls eine antisemitische Haltung vorgworfen)
sowie den Abriss des Denkmals für Che Guevara
bekannt geben.
Wenn wir Wien schon von vorgestrigen Ideologien reinigen dann auch wirklich gründlich sauber!


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