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30.04.2012

Leiche trieb in Donau

Tod von Gaddafis Ex-Minister trotz Obduktion mysteriös

FILE LIBYA OIL MINISTER

Shukri Ghanem wurde tot in der Donau gefunden (© SABRI ELMHEDWI (EPA FILE))

Im Fall des am Wochenende in Wien gestorbenen ehemaligen libyschen Ministerpräsidenten und Ölministers Shukri Ghanem hoffte man, durch das Obduktionsergebnis Klarheit bringen zu können. Nun steht fest: Ghanem etrank - warum, ist aber nicht geklärt.

Derzeit gebe es keine neuen Hinweise und keinen Verdacht auf Fremdverschulden, so Polizeisprecher Roman Hahslinger. Mysteriös bleibt der Fall aber trotzdem: Der Verdacht, dass Shukri einen Herzinfarkt erlitt, hat sich nicht bestätigt. Der Ex-Minister ertrank, besagt die Untersuchung. Nun werden Stimmen laut, dass er vergiftet worden sein könnte. Das toxikologische Untersuchungsergebnis steht noch aus.

Herzinfarkt-Meldung "Übermittlungsfehler"
Der Polizei liegen keine Informationen über eine akute oder latente Krankheit des in Wien verstorbenen libyschen Ex-Premiers Ghanem vor. Auch Meldungen über einen Herzinfarkt hätten sich nicht bestätigt. Wie es zu diesem Gerücht kam, ist nicht ganz klar. Hahslinger vermutete einen "Übermittlungsfehler" durch einen mit der Familie Ghanem bekannten ausländischen Journalisten.

Ghanem arbeitete laut Hahslinger als Berater einer Firma in Wien. Er habe keine Ausweise bei sich gehabt, es habe aber Hinweise auf die Firmenadresse gegeben. Die Polizei nahm daraufhin Kontakt zu der Firma auf. Ein Mitarbeiter habe Ghanem dann eindeutig identifiziert.

Keine Vermisstenanzeige
Die Familie des ehemaligen Politikers habe keine Vermisstenanzeige erstattet. Die Tochter stellte nämlich am Sonntag erst gegen 10.00 Uhr fest, dass ihr Vater nicht zu Hause war.

Ein Passant hatte die Polizei bereits gegen 8.40 Uhr informiert, dass vor einem griechischen Lokal bei der Copa Cagrana ein lebloser Körper in der Neuen Donau treibe. Der Leichnam lag mit dem Kopf unter Wasser. Augenzeugen werden gesucht.

David Bachmann

David Bachmann, Österreichs Wirtschaftsdelegierter in Libyen (© WKO)

Vertrauter Ghenems glaubt an Mord
Der österreichische Handelsdelegierte für Libyen, David Bachmann, bezweifelt im Gespräch mit Heute.at, dass Ghanem eines natürlichen Todes gestorben ist: "Ich kannte Shukri sehr gut, er war eine illustre Persönlichkeit. Für mich ist sein Tod ein Rätsel. Warum sollte ein Libyer ausgerechnet an einem Sonntag um 8 Uhr in der Früh an der Donau spazieren gehen und dann kopfüber ins Wasser fallen?"

Bachmann beschreibt Ghanem als "rüstigen" Mann, der in Libyen viele Feinde hatte. "Immerhin saß er lange Zeit auf 90 Prozent der lybischen Staatseinnahmen, also rund 160 Mio. Dollar, die das Land täglich für Öl umsetzte. Das bringt einen Menschen in eine große Machtposition." Und: Ghanem habe in seiner Funktion den besten Einblick, was in dem Land im Hintergrund gelaufen ist. "Er wusste mehr als Andere in Libyen".

Der Tod des langjährigen Gefolgsmannes des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hatte am Sonntag und auch am Montag Rätsel aufgegeben. Die Familie hatte ursprünglich gegenüber Journalisten erklärt, der 69-Jährige sei Sonntag früh leblos in seiner Wohnung entdeckt worden. Die Polizei berichtete am Abend jedoch, dass die Leiche Ghanems in der Neuen Donau gefunden wurde.

+++ Libyens Ex-Ölminister trieb tot in Neuer Donau +++

Demnach hatte ein Passant gegen 8.40 Uhr die Polizei informiert, dass nahe der Copa Cagrana ein lebloser Körper in der Neuen Donau treibe. In weiterer Folge sei der Tote zweifelsfrei als Shukri Ghanem identifiziert worden. Ghanem hatte jahrelang zur engsten Entourage Gaddafis gezählt, ehe er dem Regime Mitte Mai des vergangenen Jahres den Rücken kehrte.

"Unerträgliche Gewalt"
Ghanem war von März 2003 bis Mai 2006 Ministerpräsident und von März 2006 bis Mitte Mai 2011 Chef der staatlichen libyschen Öl-Gesellschaft, also Ölminister, gewesen. Bei einer Pressekonferenz in Rom klagte er im Juni des Vorjahres jedoch über die "unerträgliche Gewalt" des damaligen Regimes in Tripolis und über den Bürgerkrieg in seinem Land.

Der 69-Jährige arbeitete der Polizei zufolge in den vergangenen Monaten in einem Büro in der Wiener Innenstadt. Vor seiner Abkehr vom Gaddafi-Regime war er im März des Vorjahres auch verdächtigt worden, in Österreich Milliarden-Summen für den damaligen Machthaber in Wien geparkt zu haben. Es wurde sogar überlegt, seine Konten in Wien zu sperren. Auch in der Schweiz soll er über beträchtliches Vermögen verfügt haben.

Ermittlungen im Umfeld
Polizeisprecher Hahslinger sagte am Montagvormittag, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld des Verstorbenen würden derzeit Ermittlungen durchgeführt, ob es Umstände gebe, die an einer natürlichen Todesursache zweifeln ließen. In eine konkrete Richtung werde aber nicht ermittelt, da es im Moment keinen Verdacht auf Fremdverschulden gebe.


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