Als Space-Touristen Wien

15 Österreicher wollen in den Weltraum

Laut Harry van Hulten (re.) wollen 15 Österreicher ins All

Laut Harry van Hulten (re.) wollen 15 Österreicher ins All

Laut Harry van Hulten (re.) wollen 15 Österreicher ins All

Laut Harry van Hulten (re.) wollen 15 Österreicher ins All

Mindestens 15 Österreicher wollen sich einmal als Major Tom fühlen und sich in den Weltraum schießen lassen. So viele Interessenten hatten sich für heute, Mittwoch, im Anschluss an die Pressekonferenz des privaten Anbieters "Space Expedition Curacao" (SXC) im Hotel Sacher angesagt. Vorausgesetzt alles klappt, sollen die ersten Passagiere 2014 zu einem Preis von 95.000 Dollar pro Ticket abheben.

Wie der frühere niederländische Jet-Pilot Harry van Hulten erläuterte, kostet das gesamte Projekt rund 90 Millionen Dollar (69,1 Mio. Euro), die von privaten Investoren aufgebracht wurden bzw. werden sollen. Der Prototyp des zweisitzigen "Raumgleiters" Lynx, der von der kalifornischen Firma XCOR gebaut wird, soll noch heuer erste Textflüge absolvieren.

Start und Landung in der Karibik
Start und Landung sind auf der zu den Niederländischen Antillen gehörenden Karibik-Insel Curacao vorgesehen. Die mit vier Raketentriebwerken ausgestattete Maschine soll wie ein gewöhnliches Flugzeug horizontal starten und dann mit bis zu Mach 3 senkrecht nach oben rasen, bis zu maximal 103 Kilometer Höhe. Dort, so SXC, kann man fünf Minuten Schwerelosigkeit sowie eine atemberaubende Aussicht auf den blauen Planeten genießen.

Schleudersitze für den Notfall
Danach tritt Lynx wieder in die Atmosphäre ein und soll wie ein Segelflugzeug auf der Startpiste landen. Klappt der Anflug nicht auf Anhieb, könne man aber auch durchstarten, so der Niederländer. Bei einem extremen Notfall stünden auch Schleudersitze zur Verfügung.

Abenteuer dauert eine Stunde
Nach etwa einer Stunde ist der Spaß jedenfalls vorbei, der im Raumanzug steckende Passagier um 72.937 Euro ärmer, aber um eine außergewöhnliche Erfahrung reicher. 64 wohl nicht ganz unvermögende Menschen haben bereits ihr Ticket gelöst. Bis zu vier von ihnen könnten pro Tag abheben. Das Mindestalter dürfte bei 18 Jahren liegen, die gesundheitlichen Voraussetzungen wohl nicht allzu streng sein, da auch ein aktuell 81-Jähriger als Astronaut vorgesehen ist.

Auch Satelliten-Transporte möglich
Laut Hulten sind neben dem rein touristischen Aspekt, auch wissenschaftliche Experimente vorgesehen. Zudem könnten kleinere Satelliten bis in etwa 400 km Höhe gebracht werden. SXC versichert, dass es bei ihnen - im Gegensatz zu anderen Firmen, die schon seit Jahren entsprechende Trips anbieten wollen - nicht nur bei Versprechungen bleiben wird.

APA/red.


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