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28.06.2012
Verdächtige verhaftet
Zigarette als heiße Spur im Wiener Doppelmordfall
Cafe Magaluf in Meidling: Der mutmaßliche Täter ließ sich widerstandlos abführen (© Leserreporter Monika Stadler)
Um 18 Uhr stürmte die Wega das Cafe Magaluf auf der Wienerbergstraße und führte den Mann (46) ab (© Leserreporter Monika Stadler)
Der Mann soll mit einem Komplizen den Doppelmord in Meidling verübt haben (© Leserreporter Monika Stadler)
Zigarette als Spur
Der wenig später festgenommene, 35 Jahre alte Martin S. habe ausgesagt, den Tag der Tat mit B. verbracht zu haben, nicht allerdings die Zeit, in der das Verbrechen verübt wurde. Bei weiteren Einvernahmen verweigerte B. die Aussage, S. gibt an, nichts mit dem Doppelmord zu tun zu haben. Bei Hausdurchsuchungen in den Wohnräumlichkeiten der Beschuldigten stellte die Polizei diverse Gegenstände sicher.
Sowohl bei Andreas B. (46) als auch bei Martin S. (35) stellte die Polizei leichte Verletzungen, vor allem Kratzspuren fest. Deren Entstehung dürfte einige Tage zurück liegen. "Einer der beiden Verdächtigen ist vorbestraft", sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger, ohne weitere Details zu nennen.
Spur durch weggeworfene Zigarette
Auf die Spur der Männer kam die Polizei durch die DNA-Analyse einer Zigarette, die in der Nähe des Tatorts weggeworfen wurde. Dass die Pensionistin viel Geld daheim hatte, dürfte ihr Sohn in einem Lokal auf der Wienerbergstraße ausgeplaudert haben. Dabei handelt es sich um jenes Lokal, in dem auch die Verdächtigen verkehrten und wo sie festgenommen wurden.
+++ 2 Tote in Meidling: Raubmord war Motiv +++
Das Landeskriminalamt sei bei seinen Ermittlungen von Anfang an von ein bis zwei Tätern ausgegangen, hieß es in einer Aussendung der Polizei. Dafür sprachen sowohl Kampfspuren am Tatort als auch die Auffindungssituation der beiden Leichen. Bis jetzt wurde noch keine Tatwaffe sichergestellt. Der genaue Tatablauf und der Verbleib des geraubten Geldes seien noch ungeklärt.
+++ Doppelmörder in Wiener Gemeindebau gesucht +++
Das Verbrechen ereignete sich am Freitag zwischen 11.30 und 13.10 Uhr in einem Gemeindebau in der Böckhgasse. Die beiden Opfer, die 89-jährige Mieterin der Gemeindebauwohnung und ihre 54-jährige Heimhilfe, wurden mit Messergewalt ermordet. Nach der Tat wurde an zwei Stellen in der Wohnung Feuer gelegt. Als die Feuerwehr Freitagnachmittag den Brand löschen wollte, fand sie die Toten und barg diese aus der Wohnung.
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