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08.07.2012
Tocher (4) sah Bluttat
Er erstach sie (28), weil er Trennung nicht verkraftete
Bilder des Hauses im 2. Bezirk, wo die Wahnsinnstat geschah (© APA)
Das Paar hatte sich in Kolumbien kennengelernt, dort geheiratet und auch eine gemeinsame Tochter zur Welt gebracht. 2010 entschloss man sich, nach Österreich zurückzukehren, wo man bei den Eltern der 28-Jährigen im burgenländischen Stegersbach wohnte.
+++ Frau vor den Augen der Tochter (4) erstochen +++
Dort schloss die junge Frau auch eine Ausbildung zur Pflegehelferin ab. Als ihr danach ein entsprechender Arbeitsplatz in Wien angeboten wurde, zog die Familie im Mai nach Wien-Leopoldstadt. Doch das Paar hatte sich "auseinandergelebt", trennte sich bald nach der Übersiedelung und der 43-Jährige, der offenbar keiner Arbeit nachging, zog aus.
Nachbarn hörten Schreie und brachen Tür auf
"Der Kolumbianer dürfte das nicht ganz verkraftet haben", so eine Polizeisprecherin. Immer wieder drängte er seine Ex-Frau zu einer Aussprache bzw. einem Treffen, schilderte eine Freundin, die auch am Freitagabend bei der 28-Jährigen zu Besuch war. Als sie die Wohnung in der Darwingasse 26 verließ, kam der 43-Jährige - und das Verhängnis nahm seinen Lauf.
Aus der Aussprache wurde gegen Mitternacht rasch ein Streit, der damit endete, dass vermutlich der Mann mit einem Taschenmesser auf sein Opfer einstach. Als Nachbarn, alarmiert durch die lauten Hilfeschreie, die Wohnungstüre aufbrachen, stürzte sich der 43-Jährige samt der Tatwaffe aus dem Fenster im dritten Stock.
Kind musste schreckliche Tat mitansehen
Die reglose Frau wurde mit mehreren Messerstichen ins Spital eingeliefert, wo die Ärzte um 2.30 Uhr den Kampf um ihr Leben verloren. Der mutmaßliche Täter hingegen überlebte mit einem Schädel-Hirntrauma sowie Beinbrüchen. Er wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und wird erst Ende der kommenden Woche einvernommen werden können.
Das gemeinsame Kind musste die schrecklichen Vorgänge mitansehen. Sie wurde von der Akutbetreuung versorgt und zunächst der Großmutter übergeben. Danach wurde sie in ein Krisenzentrum überstellt, wo es ihr relativ gut geht. "Sie fühlt sich wohl und spielt mit den anderen Kindern", erzählte die Polizeisprecherin.
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