Nächstes Mega-Projekt Wien

Flughafen Wien: Grünes Licht für dritte Piste

Flughafen Wien: Grünes Licht für dritte Piste

Immer mehr Flugreisende zieht es in den Osten (© Vienna Airport)

Flughafen Wien
Nach der Eröffnung des "Skylink" steht am Flughafen das nächste Großprojekt an. Die Umweltverträglichkeitsprüfung für die dritte Piste ist in erster Instanz positiv ausgegangen. Jetzt laufen Kritiker Sturm dagegen. Diskutieren Sie mit!

Flughafen Wien AG
Wie es am Dienstag hieß, ist das Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren fertig. Der positive (erstinstanzliche) Bescheid wird noch im Verlauf dieser Woche erwartet. Die Nachricht steckte in einer amtlichen Mitteilung der Niederösterreichischen Landesregierung, wonach das größte UVP-Verfahren Österreichs - Dauer: 5 Jahre - nun abgeschlossen sei. Es war auch das größte Mediationsverfahren Europas.

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Kritik wegen Fluglärms
Bisher hatte es gegen die Piste 1.300 Einwendungen gegeben. Zig Bürgerinitiativen haben sich formiert. "Der Bau der dritten Piste am Flughafen Wien wird die Fluglärm-geplagten Anrainer noch mehr belasten", so der Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch. "Laut WHO führt die Belastung durch Verkehrslärm und Fluglärm vor allem in der Nacht zum Verlust von Lebensqualität und in der Folge auch zu einer deutlichen Reduktion der Lebenserwartung um mehrere Monate", betont Maresch.

Der Flughafen plant, südlich der Piste einen Lärmschutzdamm zu errichten. Damit soll das Problem des Fluglärms behoben werden.

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Hohe Kosten
"Der Wiener Flughafen wäre durch eine Kooperation mit dem Flughafen Bratislava ausreichend mit Ressourcen ausgestattet. Der Bau einer dritten Piste in Schwechat bringt den WienerInnen nur mehr Fluglärm und kostet die SteuerzahlerInnen nach Schätzungen bis zu zwei Millarden Euro. Die Manager des Flughafen Wien müssen zunächst einmal die Extra-Kosten des Skylink-Debakels verdauen, bevor sie sich in weitere finanzielle Abenteuer mit ungewissem Ausgang stürzen", so Maresch.

Bis 24. August haben Gegner nun Zeit für Berufung gegen das Großprojekt. Der endgültige Bescheid ist für das Jahr 2015 geplant, Baubeginn soll 2016 sein.

Mitdiskutieren: Ist das Projekt sinnvoll oder belastet eine dritte Piste die Umwelt zu sehr?

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2 Kommentare
unbekannt Newcomer (1)

Antworten Link Melden 1 am 11.07.2012 11:56

Seit mehr als 8 Jahren beschweren sich die Bürger über unzumutbaren Fluglärm. Die "Mediation" ist vom Flughafen bezahlt und war daher für den Bürger absolut unwirksam. Die Austrocontrol hat bis heute nicht die geringste Verbesserung für die Bürger eingeleitet. Das Nachtflug-Verbot wird kolportiert aber was fliegt dann während der Nacht über uns ?
Selbst 20km vom Flughafen entfert kann man sich während der "Flugangriffe" nicht mehr im Freien unterhalten. Oder kommt der angekündigte Lärmschutzdamm bis an den Süden und Westen Wien`s und den südlichen Wohngebieten?

mandara Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 11.07.2012 09:06

Schwer zu sagen, was bei diesem Projekt überwiegt: die Vor- oder die Nachteile? Es kommt wahrscheinlich immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man das Ganze betrachtet. Aber brauchen wir nach dem Großprojekt "Skylink" schon wieder so ein "Mega"-Vorhaben?! Wie wir ja wissen, kann es ja bei den Kosten für solche Projekte oft zu Kostenexplosionen oder anderen Problemen kommen. Ich möchte das nicht entscheiden müssen!

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