Internet-Betrüger Wien

2 Mal begnadigt und wieder vor Gericht

Erneut Prozess.

Erneut Prozess. (© Denise Auer)

Wieder Prozess.
Wieder Prozess.
Drei Partner verkauften übers Internet Elektroartikel, ein Teil der bezahlten Ware wurde aber nie geliefert. Schaden: 1,6 Millionen Euro! Vom Bundespräsidenten zweimal begnadigt, glaubte der einschlägig verurteilte Michael T. (34) noch weiter an seinen Geschäftssinn. Mit Martin S. (34) und Patrick Sch. (29) steht er seit Dienstag vor Gericht.

Die Lackschuhe der Angeklagten glänzten vor Gericht, so wie ihre Unternehmer-Augen zur besten Geschäftszeit. Und die Edeltreter tragen sich angenehmer als die Kleidung im Häfen. Von dort kennen sich die späteren Geschäftspartner. S. saß wegen betrügerischer Krida ein, knüpfte Freundschaft zu Betrüger T., der zweimal vom Bundespräsidenten begnadigt wurde. Gemeinsam mit Sch. betrieb das Häfen-Duo ab 2005 über die Firmen "Ikarus" und "Pegasus" mehrere Online-Shops für Kameras, Fernseher und Ähnliches.

Freche Abzocke
Kratzten Probleme im Vertrieb oder zu viele Kunden-Beschwerden am Image, wurde eine neue Plattform unter anderem Namen online gestellt. Als Werbungskosten und die Ausgaben für ein angenehmes Leben als Firmenchefs die Einnahmen überstiegen, begannen die Probleme. Knapp 400 Kunden bekamen weder die bestellte Ware zugeschickt noch ihr Geld zurück. Schuld daran sei Martin S. – er soll als Berater immer mehr Geld für Werbung (und sich selbst) gefordert haben. "Wir waren zwar ein Team und in einem kleinen Büro, aber über die finanzielle Gesamtsituation der Firma wusste ich nichts", sagte S. am ersten Tag aus. Bis September wird fortgesetzt, es drohen zehn Jahre Haft.


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